Scanner-Apps gibt es im App Store mittlerweile zuhauf. Unser Redaktionsteam setzt seit einiger Zeit auf die App QuickScan (App Store-Link), die sehr zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Mit MyScanPilot gibt es aber auch eine spezialisierte Scan- und Foto-App für iPhone und iPad, die Dokumente direkt auf ein NAS oder selbst verwaltete Cloud-Dienste speichert und damit bewusst auf eigene Server verzichtet.

Entwickelt wurde MyScanPilot (App Store-Link) vor dem Hintergrund, dass viele klassische Scanner-Apps ihre Daten standardmäßig über zentrale Cloud-Infrastrukturen leiten und damit ihre Nutzer und Nutzerinnen vor ein Datenschutz- und Kontrollproblem stellen. Im Kern verwandelt MyScanPilot mobile Apple-Geräte in einen Dokumentenscanner mit automatischer Kantenerkennung, Texterkennung (OCR) in über 20 Sprachen sowie Handschrifterkennung für Notizen.

Die Anwendung kann mehrseitige Dokumente zu PDFs bündeln, bestehende PDFs und Bilder importieren und Dokumente mit eigenen Labels, Kategorien und Volltextsuche verwaltbar machen. Eine KI-gestützte Metadaten-Extraktion soll Absender, Datum, Beträge oder IBANs automatisch erkennen und so die spätere Ablage und Recherche vereinfachen.

Bei der Speicherung bietet MyScanPilot eine breite Auswahl an Zielsystemen, die vor allem Personen im Selbsthosting-Bereich ansprechen dürften: Neben klassischen NAS-Systemen wie Synology, QNAP oder TrueNAS per WebDAV unterstützt die App auch Nextcloud und ownCloud, dazu Google Drive und iCloud Drive. Auch eine iCloud- und Google Kalender-Integration ist vorhanden, um beispielsweise Termine aus gescannten Dokumenten gleich übernehmen zu können. Ordnerstrukturen lassen sich nach Datum, Label oder Kategorie automatisch anlegen, um gescannte Unterlagen konsistent zu archivieren.

Mac-App befindet sich bereits in Vorbereitung

So sieht MyScanPilot auf einem iPhone aus.

Über den Scan-Einsatz hinaus widmet sich MyScanPilot auch dem Problem wachsender Fotomediatheken auf mobilen Geräten. Fotos können nach Jahr und Monat gefiltert und in ganzen Batches auf ein NAS übertragen werden, inklusive Vorschaubildern und Zugriff auf EXIF-Daten direkt in der App. Die App erlaubt es zudem, Bilder an Apples Fotomediathek vorbei direkt an ein Zielsystem zu senden, was vor allem Personen mit strengen Datenschutzanforderungen zugute kommt.

Ein zentrales Argument des Angebots ist der Umgang mit sensiblen Inhalten: Laut Datenschutzerklärung verarbeitet MyScanPilot keine Inhalte auf eigenen Servern, sämtliche Scans, Fotos und Dokumente verbleiben auf dem jeweiligen Gerät. Cloud-Uploads erfolgen nach Angaben des Anbieters ausschließlich auf ausdrücklichen Wunsch und direkt an den gewählten Dienst, ohne Zwischenspeicherung durch MyScanPilot. Kamera- und Mediathekszugriff werden über die iOS-Systemfreigaben gesteuert und nur für die jeweils angeforderte Funktion genutzt.

Finanziert wird die Weiterentwicklung über ein Premium-Modell, das nach einer siebentägigen Gratis-Testphase Funktionen wie unbegrenzte Uploads, alle Speicherorte, Handschriftenerkennung, Übersetzung sowie automatische Backups zum kleinen Preis von 2,99 Euro/Jahr freischaltet. Die App synchronisiert Daten per iCloud zwischen mehreren Geräten, eine Mac-Version befindet sich laut Angaben des deutschen Indie-Entwicklers Christian Höpker bereits in Vorbereitung.

MyScanPilot (Kostenlos+, App Store) →

Der Beitrag MyScanPilot: Scan-App speichert Scans und Fotos direkt auf dem NAS-System erschien zuerst auf appgefahren.de.

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