Anfang des Monats hat Sonos, nach längerem Fokus auf die eigenen App, gleich zwei neue Lautsprecher vorgestellt: Neben dem Sonos Era 100 SL auch den neuen Sonos Play, einen tragbaren Speaker, der WLAN- und Bluetooth-Funktionalität in einem neuen Formfaktor kombiniert.
Kleine Hardwaretour: Der neue Sonos Play erklärt sich selbst
Wir hatten die Möglichkeit das neue Modell in den vergangenen Wochen im Alltag zu testen. Dabei zeigt sich ein durchdachtes Konzept, das zentrale Eigenschaften bestehender Modelle zusammenführt und in eine neue, kompaktere Form überträgt. Elemente aus dem eher stationären Move und der flexibleren Nutzung des kleineren Roam-Lautsprechers werden hier in einem Gerät verschmolzen, das uns sehr gut gefallen hat.
Der Sonos Play wird aktuell für 349 Euro direkt beim Hersteller angeboten und ist in Schwarz und Weiß erhältlich. Die Auslieferung soll ab Ende März 2026 anlaufen.
Schnelle Einrichtung und durchdachte Bedienlogik
Im Alltag beginnt der positive Eindruck bereits bei der Einrichtung. Nach dem Einschalten wird der Lautsprecher sofort erkannt und wird mit Hilfe eines schlichten Audiosignals innerhalb weniger Sekunden ins heimische WLAN eingebunden. Die Einrichtung verläuft schnell und weitgehend automatisiert.
Auch auf seiner Ladebasis eine sehr kompakte Audiolösung
Gleiches gilt für die Trueplay-Anpassung des Play, also die Anpassung des Audiosignals in Abhängigkeit von den aktuellen Raumeigenschaften. Auch hier müssen Nutzer nicht mehr aktiv eingreifen und ihr Wohnzimmer mit pendelnden Handbewegungen ausmessen, die Trueplay-Anpassung beim neuen Sonos Play arbeitet im Hintergrund und stimmt den Klang selbstständig auf wechselnde Umgebungseigenschaften ab.
Im täglichen Einsatz zeigt sich vor allem das Zusammenspiel der Verbindungsarten als praktisch. Der Sonos Play kann gleichzeitig für WLAN- und Bluetooth-Betrieb bereitstehen. Sobald ein Signal über Bluetooth eingeht, übernimmt der Lautsprecher automatisch die Wiedergabe. Wird anschließend wieder Musik über das Sonos-System abgespielt oder der Speaker Teil einer neuen Gruppe, wechselt das Gerät eigenständig zurück zur WLAN-Wiedergabe.
Diese Logik funktioniert zuverlässig und reduziert manuelle Eingriffe auf ein Minimum. Ergänzend lässt sich Bluetooth über eine Taste auf der Rückseite gezielt steuern.
Flexibles Laden und Zusatzfunktionen im Alltag
Auch beim Thema Stromversorgung ist der Play vielseitig einsetzbar. Die mitgelieferte Ladestation sorgt für einen festen Platz im Haushalt und erleichtert das Aufladen im Alltag. Alternativ kann der Lautsprecher über USB-C geladen werden. Ein passendes Netzteil muss separat erworben werden, wobei 45 Watt als sinnvolle Orientierung gelten.
Unterwegs lässt sich der Play zudem als Powerbank nutzen und kann mobile Geräte wie das iPhone mit Energie versorgen. Diese Funktion erweitert den Einsatzbereich über die reine Audiowiedergabe hinaus.
Der Sonos Play lässt sich über seine Basis oder per USB-C aufladen
Positiv ist zudem die DIY-Lösung bei einsetzender Akkuschwäche: Sonos bietet ein Ersatzakku-Kit für 49 Euro an, das sich ohne Spezialwerkzeug in Eigenregie austauschen lässt. Dadurch kann die Lebensdauer des Lautsprechers verlängert werden, ohne auf einen kostenintensiven Service angewiesen zu sein.
Klangbild und Leistungsfähigkeit
Mit einer Höhe von rund 20 Zentimetern und einem Gewicht von 1,3 Kilogramm positioniert sich der Lautsprecher zwischen klassischen Bluetooth-Boxen und größeren, stationären Lösungen. Im Hörtest liefert der Play ein ausgewogenes Klangbild mit klarer Stimmwiedergabe und ausreichend Tiefe im Bass.
Zwei Sonos Play lassen sich schnell zu Stereo-Paaren zusammenschalten
Für typische Anwendungen wie Radiowiedergabe oder Hintergrundmusik im Wohnzimmer kann ein einzelnes Gerät bereits einen Wohnraum abdecken. In größeren Räumen oder bei höherem Anspruch an die räumliche Darstellung zeigt sich jedoch der Vorteil eines Stereo-Paars. Zwei Sonos Play lassen sich über WLAN zu einem festen Verbund koppeln, bei dem ein Lautsprecher den linken und der andere den rechten Kanal übernimmt. Die Bühne wirkt dadurch breiter und differenzierter.
Für eine maximale Akkuleistung bietet die Sonos-App gesonderte Einstellungen an
In dieser Konstellation kann ein Play-Duo auch ältere Lautsprecher-Setups im Wohnzimmer ersetzen. Gerade bei zuvor genutzten Mehrgeräte-Lösungen entsteht ein vergleichbares Klangbild mit weniger Komponenten und höherer Flexibilität. Ein einzelnes Gerät bleibt eher für kompaktere Räume oder den mobilen Einsatz geeignet.
Innerhalb des Sonos-Sortiments nimmt der Play eine zentrale Rolle ein. Der Lautsprecher verbindet Eigenschaften, die bislang auf mehrere Geräte verteilt waren. Gegenüber größeren Modellen wie dem Move wirkt er deutlich handlicher und flexibler im Einsatz. Gleichzeitig bietet er genug Leistung, um auch im Innenraum dauerhaft genutzt zu werden.
Neben dem neuen Play wirkt der Move schwer, unhandlich und träge
Die kleineren Roam-Modelle geraten dadurch in eine schwierige Position. Der Play ist mobil genug für unterwegs und gleichzeitig klanglich überlegen, sodass separate Geräte für unterschiedliche Einsatzorte weniger notwendig erscheinen. In vielen Szenarien macht der neue Play sowohl eine bessere Figur als der Move als auch einen akustisch deutlich besseren Eindruck als der Roam.
Verarbeitung und Design im Detail
Die Verarbeitung fällt wertig und Sonos-typisch reduziert aus: Die gummierte Oberfläche sorgt für sicheren Halt, zeigt im Alltag jedoch eine gewisse Anfälligkeit für Staub und Fingerabdrücke. Auf der Rückseite befindet sich eine flexible Lasche, die sich je nach Bedarf zum Tragen oder Aufhängen nutzen lässt.
Die gummierte Oberfläche entpuppt sich leider schnell als Staubfänger
Das Gehäuse ist nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt und damit auch für den Einsatz im Freien geeignet. Ergänzt wird die Ausstattung durch WLAN, Bluetooth 5.3, AirPlay 2 und die Sonos-eigene Sprachsteuerung, die wir jedoch noch nie wirklich produktiv genutzt haben.
Roam und Move in einem Gerät
Mit einer Höhe von rund 20 Zentimetern und einem Gewicht von 1,3 Kilogramm liegt der Sonos Play genau zwischen kompakten Bluetooth-Lautsprechern und größeren, eher stationären Geräten. Im Alltag fällt schnell auf, dass aus dem vergleichsweise kleinen Gehäuse ein ausgewogener und ausreichend kräftiger Klang kommt. Stimmen werden sauber wiedergegeben und auch im Bassbereich wirkt der Lautsprecher für seine Größe stabil.
Im Lieferumfang: Die Ladebasis und der Play, ein Netzteil liegt nicht mit bei
Für viele Situationen reicht ein einzelner Play bereits aus, etwa für Hintergrundmusik oder Radio im Wohnraum. Wenn es etwas mehr sein soll, dann lassen sich zwei Geräte zu einem Stereo-Paar koppeln, bei dem jeweils ein Lautsprecher den linken und der andere den rechten Kanal übernimmt. Das sorgt für eine deutlich breitere und räumlichere Wiedergabe.
Genau an diesem Punkt wird der Play besonders interessant. Als einzelnes Gerät ist er vielseitig, im Doppel kann er aber ein klassisches Wohnzimmer-Setup mit mehreren älteren Lautsprechern ersetzen. Statt zwei oder mehr fest installierter Lösungen übernimmt ein Play-Paar diese Rolle mit weniger Aufwand und zusätzlicher Mobilität.
Sonos Play: Die technischen Eckdaten im Detail
Wenn man das im Kontext des Sonos-Portfolios betrachtet, wirkt der Play wie die naheliegende Standardlösung. Er ist handlicher als ein Move, klanglich deutlich stärker als der Roam und deckt viele typische Anwendungsfälle mit nur einem Gerät oder einem Stereo-Set ab. Wer neu einsteigt oder bestehende Geräte ersetzen möchte, landet schnell bei genau dieser Kombination.
Der Preis von 349 Euro pro Gerät ist dabei der größte Hindernis. Sollte sich der Preis perspektivisch eher in Richtung 299 Euro bewegen, dürfte sich der Sonos Play schnell als neue Standard-Option im Sonos-Portfolio etablieren, vor allem für Anwender die gut damit leben können, dass der Play kein 3D-Audio unterstützt und für Dolby Atmos weiterhin ein Era 300, eine Arc Ultra oder eine Beam (Gen. 2) vorausgesetzt wird
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