Der europäische Bezahldienst Wero gewinnt weiter an Reichweite und Funktionen. Nachdem zuletzt auch die Commerzbank ihren Einstieg angekündigt hat, treiben die Betreiber der European Payments Initiative den Ausbau nun vor allem im Handel und bei neuen Einsatzszenarien voran.

Parallel wächst das Partnernetzwerk aus Banken, Zahlungsdienstleistern und Händlern.

Onlinehandel und Händleranbindung

Wero ist ursprünglich mit einfachen Geldtransfers zwischen Privatpersonen gestartet. Inzwischen verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend in Richtung Onlinehandel. In Belgien können Nutzer bereits bei ersten großen Händlern direkt mit Wero bezahlen. Dazu zählen unter anderem Handelsketten und Ticketanbieter, weitere Integrationen sind angekündigt.

Technisch basiert der Dienst weiterhin auf Echtzeitüberweisungen zwischen Girokonten. Nutzer benötigen weder Kreditkarte noch separates Guthaben. Zahlungen werden direkt aus der Banking-App heraus ausgelöst und in Sekunden bestätigt. Für Händler entfällt damit ein Teil der klassischen Zahlungsabwicklung über externe Anbieter.

Bezahldienst Wero bei der DKB: Das sagt die Bank

Mit dem Einstieg von Zahlungsdienstleistern wie Worldpay, das inzwischen zu Global Payments gehört, soll Wero künftig auch breiter im internationalen Onlinehandel verfügbar werden. Händler können den Dienst als zusätzliche Bezahloption integrieren, ohne eigene Infrastruktur anpassen zu müssen.

Abo- und NFC-Zahlungen in Vorbereitung

Neben dem Onlinehandel arbeitet die Initiative an weiteren Einsatzbereichen. Noch im Laufe des Jahres sollen wiederkehrende Zahlungen und Abonnements unterstützt werden. Damit könnte Wero künftig auch für Dienste wie Streaming-Angebote genutzt werden.

Im stationären Handel ist ein schrittweiser Ausbau vorgesehen. Zunächst sollen Zahlungen über QR-Codes möglich werden, etwa in Restaurants oder Cafés. Für das Jahr 2027 ist zusätzlich die Einführung kontaktloser Zahlungen per NFC geplant.

Auch auf App-Ebene wächst das Angebot. Mit Nickel hat ein weiterer Finanzdienstleister die Integration von Wero angekündigt. Kunden sollen den Dienst direkt in ihrer Banking-Anwendung nutzen können, ähnlich wie bei den anderen, bereits teilnehmenden Banken in Deutschland.

Nach Angaben der Initiative liegt die Nutzerzahl inzwischen bei über 50 Millionen in Europa, davon rund sieben Millionen in Deutschland. Während Banken ihre Unterstützung zuletzt deutlich ausgeweitet haben, entwickelt sich die Nutzung auf Kundenseite derzeit noch eher verhalten.

Wero Wallet (Kostenlos, App Store) →

The post Wero baut aus: Abo- und NFC-Zahlungen in Vorbereitung first appeared on iphone-ticker.de.

Blog

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *