Auf dem europäischen Markt wird das Thema technologische Souveränität für Regierungen und Unternehmen immer relevanter. In einem geopolitisch unsicheren Umfeld können Gesetze wie der US CLOUD Act US-Plattformen dazu verpflichten, Daten herauszugeben, selbst wenn diese außerhalb der USA gespeichert sind.

Das Schweizer Unternehmen Proton hat daher nun eine eigene europäische Alternative zu den Produktivitätslösungen von Big Tech vorgestellt, die zugleich datenschutz- und sicherheitsfokussiert ist: Proton Workspace. Integriert in letzteres ist auch der neue Videokonferenz-Client Proton Meet, der vollständig Ende-zu-Ende-verschlüsselte Gespräche für eine vertrauliche Kommunikation bietet.

Ursprünglich als Anbieter für Endverbraucher gestartet, hat Proton mittlerweile über 100 Millionen User gewonnen und sich auch im Geschäftskunden-Segment etabliert. Aktuell nutzen mehr als 100.000 Unternehmen Proton-Dienste wie Mail, Calendar, Drive, Docs, Sheets, VPN, Passwortmanagement sowie die datenschutzfreundliche KI Lumo. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach einem integrierten Ökosystem entwickelte Proton nun den eigenen Service Workspace: Eine gebündelte Lösung, die alle Dienste vereint.

Proton Meet ist kostenlos und ohne Proton-Konto nutzbar

Proton Meet kann mit maximal 50 Personen für bis zu 60 Minuten kostenlos genutzt werden.

Ein zentrales Element der neuen Suite ist Proton Meet, eine verschlüsselte Videokonferenzlösung, die eine Lücke im Produktivitätsökosystem schließen will. Im Gegensatz zu Anbietern wie Zoom setzt Proton Meet auf eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mittels MLS-Protokoll und ermöglicht auch eine anonyme Nutzung ohne Protokollierung. Meetings können ohne Proton-Konto gestartet oder besucht werden, was besonders für Nutzer und Nutzerinnen mit hohem Schutzbedarf, beispielsweise Aktivisten, relevant ist. Zudem schützt die Verschlüsselung vor der ungewollten Nutzung von Audio- und Videodaten für KI-Trainingszwecke.

Proton Workspace wird in zwei Tarifen angeboten:

Workspace Standard (12,99 Euro/Monat bei jährlicher Abbuchung oder 14,99 Euro monatlich) umfasst Mail, Calendar, Drive, Docs, Sheets, Meet, VPN und Pass.
Workspace Premium (19,99 Euro/Monat bei jährlicher Abbuchung oder 24,99 Euro monatlich) bietet zusätzlich mehr Speicher, E-Mail-Aufbewahrungsrichtlinien, höhere Teilnehmerlimits und den Zugriff auf Lumo AI.

Proton Meet lässt sich auch mobil verwenden.

Proton Meet selbst ist mit bis zu 50 teilnehmenden Personen und einer maximalen Dauer von 60 Minuten kostenlos nutzbar. Für erweiterte Anforderungen steht der Tarif Meet Professional ab 7,99 Euro pro User und Monat zur Verfügung. Die Integration in Proton Calendar sowie Google- und Microsoft-Kalender ist möglich. Um ein Meeting zu starten, besucht man einfach die Website von Proton Meet.

Proton gibt an, dass man als der wenigen europäischen Anbieter eine steigende Nachfrage, insbesondere in Europa und den USA, verzeichnet: Unternehmen suchen zunehmend nach Alternativen zu großen Tech-Konzernen, um sensible Daten vor den Risiken durch KI-gestützte Datenverarbeitung zu schützen. Auch aus diesem Grund ist der neue Proton Workspace mit Proton Meet entstanden. Beide Dienste sind ab sofort verfügbar. Weitere Informationen und der Zugang erfolgen über die Website von Proton.

Der Beitrag Proton stellt Workspace vor: Europäische Alternative zu Google und Microsoft erschien zuerst auf appgefahren.de.

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