Apple hat laut einem Bericht des US-Nachrichtensenders CNBC Maßnahmen gegen die Anwendungen X und Grok des Multimilliardärs Elon Musk geprüft, nachdem Nutzer mit der KI-App manipulierte Bilder erzeugt hatten.
In der Kritik: Grok gestattet die sexualisierte Bilderstellung
Im Fokus standen Inhalte, bei denen reale Personen digital entkleidet oder sexualisiert dargestellt wurden. Darunter befanden sich auch Darstellungen von Minderjährigen.
Die Prüfungen fanden dabei hinter geschlossenen Türen statt, öffentlich äußerte sich Apple während der Debatte kaum. Intern stellte der Konzern jedoch fest, dass beide Anwendungen gegen die Richtlinien des App Store verstoßen.
Apple soll die zum Musk-Imperium gehörenden Apps daraufhin aufgefordert haben, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Inhaltskontrolle vorzulegen. Hintergrund war wachsender politischer Druck in Europa und den USA, wo mehrere Senatoren eine Entfernung der Anwendungen aus dem App Store verlangten.
EU-Kommission leitet neues Verfahren gegen X und Grok ein
Nach Angaben aus einem Schreiben an US-Politiker prüfte Apple mehrere Aktualisierungen der Anwendungen. Eine erste Überarbeitung der Grok-App wurde abgelehnt, da die Anpassungen aus Sicht des Unternehmens nicht ausreichend waren. Erst nach weiteren Änderungen akzeptierte Apple eine neue Version. Zu diesem Zeitpunkt galt X als weitgehend regelkonform, während Grok zunächst weiterhin als problematisch eingestuft wurde.
Anpassungen und weiterhin bestehende Probleme
Die Entwickler reagierten mit zusätzlichen Einschränkungen, etwa bei der Bearbeitung von Bildern realer Personen. Auch der Zugriff auf bestimmte Funktionen wurde begrenzt. Diese Schritte führten schließlich zur Freigabe einer überarbeiteten Version der Grok-App.
Falsches Tim-Cook-Foto: Grok kann täuschend echte Bilder generieren
Gleichzeitig zeigt ein Blick in die sozialen Netze, dass die Maßnahmen nicht vollständig greifen. Demnach gelingt es Nutzern weiterhin, Schutzmechanismen zu umgehen und veränderte Bilder zu erzeugen, die reale Personen in sexualisierter Form zeigen. Die Anzahl solcher Fälle ist im Vergleich zum Jahresbeginn zwar gesunken, jedoch nicht vollständig verschwunden.
X verweist auf bestehende Sicherheitsmechanismen. Dazu gehören Filter für Eingaben, regelmäßige Anpassungen der KI-Modelle sowie eine laufende Überwachung der Nutzung. Apple selbst hat sich bislang nicht öffentlich zum Fall geäußert.
The post Grok: Apple drohte Musk-KI mit Entfernung aus dem App Store first appeared on iphone-ticker.de.
