Die Wahl des passenden Saug- und Wischroboters fällt nicht immer leicht, da es wirklich sehr viele Modelle zur Auswahl gibt. Die neuesten Top-Modelle kosten gerne mehr als 1.500 Euro, doch Roborock hat jetzt ein neues Gerät für den kleineren Geldbeutel im Programm. Der Roborock Qrevo S Pro ist ein Einsteiger-Modell, das jetzt noch einmal ordentlich aufgewertet wurde.
Die hochwertige Roborock-Qualität ist aber auch beim günstigen Einsteiger-Sauger gegeben, da alles sehr ordentlich gebaut ist. Auf der Rückseite steht sogar ein Kabelmanagement bereit, was bei anderen High-End-Geräten gerne weggelassen wird. Damit lässt sich das Stromkabel aufwickeln, wenn die Steckdose in direkter Nähe ist.
Der Roboter ist schnell einsatzbereit
Der Aufbau ist ohnehin kein Hexenwerk, da bis auf die kleine Rampe alles fertig nach Hause kommt. Nachdem der Roboter voll aufgeladen und der Wassertank mit Wasser gefüllt ist, kann der Sauger mit der ersten Fahrt beginnen. Hier kommt ganz klassisch ein Laserturm sowie Sensoren zum Einsatz, mit denen sich der Qrevo S Pro sehr gut zurechtfindet. Eine Kamera, die besonders kleine Objekte erkennen kann, ist aber nicht mit dabei. Wie sich das im Test auswirkt, lest ihr gleich.
Der Roborock Qrevo S Pro setzt auf eine Vollgummi-Bürste.
Darüber hinaus hat das neue Modell im Vergleich zum Qrevo S 11.500 Pascal mehr Saugkraft, was sich im Test positiv bemerkbar macht. Die Vollgummi-Hauptbürste ist so gestaltet, dass sich keine Haare aufwickeln, allerdings muss man auf die doppelte DuoDivide-Bürste aus den Top-Modellen verzichten.
So gut navigiert der Roborock Qrevo S Pro
Die Navigation bei Roborock-Saugern war schon immer sehr gut. Auch beim Einsteiger-Modell ist die allgemeine Navigation top. Er findet sich im Raum zurecht, erkennt Möbelfüße, Stuhlbeine und mehr, sodass er gekonnt um diese herum fährt. Auch kleine Passagen meistert der Roboter problemlos, da er ohne Zögern hineinfährt. Echte Schwächen in der Navigation konnte ich auch beim preisgünstigen Gerät nicht feststellen.
Wie gut ist die Hinderniserkennung?
Mit den wichtigsten Features ausgestattet.
Wie schon erwähnt, verzichtet der Qrevo S Pro auf eine Kamera und setzt auf ein LiDAR-basiertes Navigationssystem, das bei der Hinderniserkennung ein paar Schwächen aufweist. Während größere Objekte überhaupt kein Problem sind, werden kleine Spielzeugautos oder Kabel nicht erkannt und überfahren. Das kann dazu führen, dass der Roboter seine Aufgabe abbrechen muss, wenn sich das Kabel zum Beispiel im Saugschacht verheddert. Daher mein Tipp: vorher schnell und grob aufräumen, damit der Roboter die Feinarbeit zuverlässig ausführen kann.
Der Saugtest: Lohnen sich 18.500 Pascal?
Die Seitenbürste lässt sich zur Eckenreinigung nicht ausfahren.
Ja! Im Extremtest mit Haferflocken und Kaffeepulver zeigt sich, dass die erhöhte Saugkraft eine gute Leistung bringt. Die Hauptbürste kann die Mischung problemlos aufsaugen, allerdings gilt es zu beachten, dass der Roborock Qrevo S Pro keine echte Eckenreinigung bietet, da sich die Seitenbürste nicht ausfahren lässt. Das Ergebnis: Es gibt runde Ecken, in denen Schmutz liegen bleibt.
Dahingegen ist die Kantenreinigung gut, da die Bürste den Schmutz erreicht und in Richtung Saugschacht befördert. Auf Teppichen hebt der Roboter die Wischpads um 10 Millimeter an, damit diese trocken bleiben. Durch die erhöhte Saugkraft ist das Ergebnis auf Teppichen besser, da hier mit maximaler Kraft gesaugt wird. Aber auch hier gilt: Flache Teppiche lassen sich gut reinigen, sehr hochflorige Teppiche hingegen nicht.
Insgesamt kann ich festhalten, dass die Saugleistung sehr gut ist, die Eckenreinigung beim Einsteiger-Modell aber fehlt.
Der Wischtest: Schafft er eingetrockneten Ketchup?
Die Wischpads sind fix und lassen sich nicht ausfahren.
Die zwei rotierenden Wischpads drehen sich 200 Mal pro Minute und können auch hartnäckige Flecken entfernen. Leichter Schmutz und Staub sind ohnehin kein Problem, aber auch eingetrockneter Ketchup wird zuverlässig entfernt, wobei dafür mehrere Überfahrten nötig sein können.
Aufpassen muss man bei Flüssigkeiten, da die Seitenbürste nicht angehoben werden kann. Wer nur Flüssigkeiten wischen will, sollte dafür den reinen Wischmodus nutzen. Gut ist die Tatsache, dass für die genutzte Wassermenge 30 Stufen zur Auswahl stehen, sodass man für empfindliche Holzböden wenig Wasser verwenden und auf Fliesen deutlich mehr einsetzen kann.
Doch auch hier zeigt sich, dass der Roborock Qrevo S Pro ein Modell für Einsteiger ist, denn das Wischpad lässt sich nicht ausfahren. Eine echte Kantenreinigung ist daher nicht möglich, sodass man hier gegebenenfalls manuell nachputzen muss.
Das All-in-One-Dock
Klassisches Design: Roboter mit Station.
Nach der Reinigung fährt der Roboter zur Station zurück, entleert dort die Staubbox und reinigt die Wischpads. Das passiert übrigens auch während des Reinigungsvorgangs, sodass die Pads den Schmutz nicht nur verteilen. Da die Station die Pads mit 75 Grad heißem Wasser spült, lösen sich auch hartnäckige Verschmutzungen. Um Gerüche zu vermeiden, erfolgt anschließend die Warmlufttrocknung mit 45 Grad heißer Luft. Top-Modelle arbeiten hier noch heißer, doch zwingend notwendig ist das nicht.
Großer Staubbeutel zur Absaugung in der Station.
Mein Fazit zum Roborock Qrevo S Pro
Roborock möchte nicht nur im High-End-Segment auftrumpfen, sondern auch Leute bedienen, die nicht bereit sind, mehr als 1.000 Euro für einen Saug-Wischroboter auszugeben. Der neue Roborock Qrevo S Pro bietet die gewohnte Roborock-Qualität, allerdings muss man bei einem Einsteiger-Gerät ein paar Abstriche in Kauf nehmen: Unter anderem gibt es keine ausfahrbare Seitenbürste und kein ausfahrbares Wischpad, zudem muss die Hinderniserkennung auf eine Kamera verzichten.
Dennoch liefert der Qrevo S Pro in den wichtigsten Punkten ab, da sowohl die Saug- als auch die Wischleistung insgesamt sehr gut sind. Die App-Steuerung ist auch beim Einsteiger-Modell top, da Roborock bei der Software einfach unschlagbar ist.
Preis und Verfügbarkeit
Der Roborock Qrevo S Pro ist ab sofort für 589,99 Euro erhältlich, wobei die Farben Schwarz und Weiß zur Auswahl stehen. Für 10 Euro mehr könnt ihr euch zwei zusätzliche Staubbeutel sichern.
roborock Qrevo S Pro Saugroboter mit Wischfunktion, verbessert von QV 35A, 18.500 Pa…
roborock Qrevo S Pro Set Saugroboter mit Wischfunktion, verbessert von QV 35A…
Der Beitrag Roborock Qrevo S Pro ausprobiert: Ein Roborock-Sauger für Einsteiger erschien zuerst auf appgefahren.de.
