Google, Microsoft und xAI geben der US-Regierung künftig früher Einblick in neue KI-Modelle. Das Center for AI Standards and Innovation, kurz CAISI, soll laut dem Wall Street Journal Modelle bereits vor ihrer öffentlichen Freigabe prüfen und dabei vor allem mögliche Sicherheitsrisiken und besonders leistungsfähige Fähigkeiten bewerten.

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Die Behörde ist beim US-Handelsministerium angesiedelt und arbeitet mit dem National Institute of Standards and Technology zusammen. OpenAI und Anthropic hatten ähnliche Vereinbarungen bereits früher geschlossen. Neu ist nun, dass mit Google, Microsoft und xAI drei weitere Schwergewichte ihre Modelle vorab für Tests bereitstellen.

Bemerkenswert ist der Schritt vor allem politisch. Donald Trump hatte kurz nach seinem Amtsantritt Bidens KI-Verordnung aufgehoben, die Entwickler solcher Systeme unter anderem zur Weitergabe von Sicherheitstests an die Regierung verpflichtete. Nun berichtet die New York Times, dass die Trump-Regierung selbst über eine neue Anordnung nachdenkt, mit der leistungsfähige KI-Modelle vor Veröffentlichung stärker geprüft werden könnten.

Erst bremsen, jetzt prüfen

Auslöser sollen unter anderem Sorgen um Anthropic und dessen neues Modell „Mythos“ sein. Cybersicherheitsexperten befürchten demnach, dass besonders starke Programmierfähigkeiten solcher Systeme auch Angriffe auf digitale Infrastruktur erleichtern könnten. Anders gesagt: Regulierung war offenbar so lange lästig, bis die Risiken nicht mehr abstrakt klangen.

Für die Tests können Entwickler auch Modellvarianten bereitstellen, bei denen Schutzmaßnahmen reduziert oder entfernt wurden. So sollen Fähigkeiten sichtbar werden, die im normalen Produktbetrieb möglicherweise verdeckt bleiben.

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CAISI soll laut Wall Street Journal bereits mehr als 40 Bewertungen durchgeführt haben, darunter auch an Modellen, die noch nicht öffentlich verfügbar sind. Ob daraus langfristig eine echte Zulassungspflicht wird, bleibt offen. Im Moment verkauft die US-Regierung den Ansatz als Kooperation mit der Industrie.

Die Kehrtwende ist dennoch auffällig. Erst sollten KI-Unternehmen möglichst wenig gebremst werden, nun soll der Staat bei besonders mächtigen Modellen doch vorab genauer hinschauen. Offenbar gilt auch in Washington: KI ist vor allem dann frei, solange sie nicht zu unbequem wird.

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