Das goldene Trump-Telefon wollte mit dem iPhone „konkurrieren“, liefert derzeit aber vor allem Anschauungsmaterial dafür, warum Datenschutz nicht erst nach dem Versandkarton anfangen sollte. Engadget berichtet, dass Trump Mobile Kundendaten offen zugänglich gemacht hat. Betroffen seien unter anderem Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Privatanschriften.

Finanzdaten sollen nach Angaben eines Unternehmenssprechers nicht betroffen gewesen sein. Trump Mobile verweist dem Bericht zufolge auf einen nicht näher genannten Drittanbieter, der bestimmte Abläufe des Mobilfunkangebots unterstützt. Die öffentliche Bestätigung kam allerdings offenbar erst, nachdem Nutzer und Sicherheitsforscher die Daten bereits online gefunden hatten.

Vorangegangen war eine Recherche von TechCrunch. Demnach wurden unter anderem die YouTuber Coffeezilla und penguinz0 von einer Quelle kontaktiert, die ihnen zur Bestätigung eigene Bestelldaten vorlegen konnte. Beide hatten das T1 Phone nach eigenen Angaben eher aus Neugier bestellt.

Schon der Start war holprig

Wir hatten das T1-Smartphone von Trump Mobile im vergangenen Jahr aufgegriffen. Damals wurde das goldene Android-Gerät noch als „Made in USA“ beworben und sollte sich zumindest kommunikativ in Richtung iPhone positionieren. Später wurde die Formulierung deutlich weicher: Inzwischen ist eher von amerikanischen Werten und Innovationen die Rede.

Das Design hat sich seit der Ankündigung schon mehrfach geändert.

Auch sonst sammelte das Projekt bereits einige Kuriositäten. Das Gerät wurde mehrfach verschoben, die Rückseite zeigte zeitweise eine US-Flagge mit zu wenigen Streifen, und mehrere Berichte sahen deutliche Ähnlichkeiten zu bereits erhältlichen Android-Modellen. Nun kommt noch der Vorwurf hinzu, dass die Kundendaten zumindest zeitweise nicht ausreichend geschützt waren.

Kein guter Vertrauensbeweis

Für ein Mobilfunkangebot ist das besonders unangenehm. Wer einen Tarif oder ein Smartphone bestellt, gibt zwangsläufig sensible Daten weiter. Dazu gehören nicht nur Name und E-Mail-Adresse, sondern auch Telefonnummer und Wohnanschrift. Genau diese Informationen sind für Phishing, Betrugsversuche oder unerwünschte Kontaktaufnahmen interessant.

Ob und in welchem Umfang Trump Mobile betroffene Kunden direkt informiert hat, bleibt nach den Berichten unklar. Für Besteller dürfte der Fall dennoch ein deutlicher Hinweis sein, verdächtige Nachrichten, Anrufe und E-Mails in den kommenden Wochen besonders kritisch zu prüfen. Das T1 Phone mag golden glänzen, die Sicherheitsbilanz tut es bislang eher nicht.

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