Apple arbeitet offenbar an einer umfassenden Überarbeitung der AirPods-Einstellungen in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27. Nach Informationen von Bloomberg soll das bislang eher versteckte Menü neu strukturiert werden, damit wichtige Funktionen leichter auffindbar und verständlicher dargestellt werden.

Eine eigenständige AirPods-App sei derzeit zwar nicht geplant. Die Neugestaltung zeigt jedoch, dass Apple die Verwaltung seiner Ohrhörer inzwischen als eigenständigen Bereich betrachtet. Damit stellt sich erneut die Frage, ob langfristig auch eine separate AirPods-Anwendung folgen könnte.

AirPods sind Funktionsplattform geworden

Die AirPods haben sich in den vergangenen Jahren weit über ihre ursprüngliche Rolle als kabellose Kopfhörer hinaus entwickelt. Neben aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus stehen heute zahlreiche zusätzliche Funktionen zur Verfügung.

AirPods als Hörhilfe: So könnt ihr Apples Hörtest durchführen

Nutzer können Gespräche durch die Konversationserkennung automatisch erkennen lassen, Kopfgesten zur Anrufsteuerung verwenden oder individuelle Hörprofile nutzen. Mit den AirPods Pro hat Apple zudem Funktionen eingeführt, die bei Hörbeeinträchtigungen unterstützen und sich teilweise an klassischen Hörgeräten orientieren.

Hinzu kommen weitere Funktionen, die über mehrere Betriebssystemversionen verteilt eingeführt wurden. Dazu zählen Live-Mithören, adaptive Audiomodi, personalisierte Lautstärkeanpassungen sowie neue Kommunikationshilfen.

Für Nachrichten und Anrufe: Apple erklärt Live-Übersetzungen

Apple arbeitet außerdem kontinuierlich an Übersetzungs-, Transkriptions- und Untertiteltechnologien, die zunehmend enger mit den eigenen Geräten verzahnt werden. Die Zahl der Optionen wächst damit stetig, während die Verwaltung bislang in verschiedenen Untermenüs der Systemeinstellungen verborgen bleibt.

Apple Watch, Passwörter und bald auch AirPods

Der aktuelle Umbau erinnert an andere Bereiche des Apple-Ökosystems. Für die Apple Watch stellt Apple seit Jahren eine eigene Anwendung bereit, über die sich nahezu alle Funktionen der Uhr konfigurieren und verwalten lassen. Die Systemeinstellungen dienen dort lediglich als Ergänzung.

Ähnlich verlief die Entwicklung bei der Passwortverwaltung. Zunächst integrierte Apple die entsprechenden Funktionen direkt in iOS und macOS. Mit wachsendem Funktionsumfang entstanden Kennwortprüfung, Zwei-Faktor-Verwaltung, Familienfreigaben und plattformübergreifende Synchronisation. Erst später bündelte Apple diese Funktionen in der eigenständigen Passwörter-App.

Ob die AirPods langfristig ebenfalls eine eigene Anwendung erhalten, bleibt offen. Die geplante Überarbeitung der Einstellungen deutet jedoch darauf hin, dass Apple die stetig gewachsene Zahl an Funktionen künftig stärker sichtbar machen und einfacher zugänglich gestalten möchte.

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