Das freie Bürosoftware-Paket LibreOffice soll künftig nicht mehr nur auf Desktop-Rechnern laufen. Die hinter dem Projekt stehende Document Foundation hat ihre Entwicklungsstrategie für die kommenden Jahre vorgestellt und dabei erstmals konkrete Arbeiten an einer iPhone-Version bestätigt.

Für 2026 sind Testversionen auf iOS- und Android-Emulatoren vorgesehen. Parallel dazu entsteht eine Web-Ausgabe, die direkt im Browser laufen soll.

Bislang konzentrierte sich die Entwicklung von LibreOffice vor allem auf macOS, Windows und Linux. Mobile Geräte spielten lediglich eine Nebenrolle. Zwar existiert bereits eine Android-Anwendung zum Betrachten von Dokumenten, eine vollständige Bearbeitung auf Smartphones und Tablets gehört bislang jedoch nicht zum Angebot.

Browser und iPhone im Fokus

Nach Angaben der Stiftung wird ein eigenes Team künftig die Entwicklung für Mobilgeräte und Cloud-Anwendungen koordinieren. Im Mittelpunkt steht eine technische Grundlage, die es ermöglichen soll, LibreOffice direkt im Webbrowser auszuführen.

Collabora Office basiert auf LibreOffice

Der Ansatz unterscheidet sich von vielen webbasierten Office-Angeboten. Statt Dokumente auf leistungsstarken Servern zu verarbeiten, soll ein Großteil der Rechenarbeit lokal im Browser erfolgen. Dadurch könnten Hosting-Kosten sinken und die Kontrolle über Daten stärker beim Nutzer verbleiben.

Für iPhone und iPad befindet sich das Projekt noch in einer frühen Phase. Zunächst sollen Anpassungen an der Benutzeroberfläche erfolgen, bevor erste Testversionen auf Apple-Geräten erprobt werden.

Freie Alternative will neue Plattformen erschließen

Die mobile Offensive markiert einen Kurswechsel für das Open-Source-Projekt. Seit 2020 lag der Schwerpunkt nahezu ausschließlich auf der Desktop-Ausgabe. Daran soll sich zwar grundsätzlich nichts ändern. Auch künftig sind zwei große Aktualisierungen pro Jahr geplant. Gleichzeitig sieht die Stiftung die Notwendigkeit, LibreOffice auf weitere Plattformen zu bringen und neue Formen der Zusammenarbeit an Dokumenten zu ermöglichen.

OnlyOffice ist schon für den iPhone-Einsatz optimiert

Auf ifun.de begleiten wir die Entwicklung der Office-Suite seit Jahren. Zuletzt haben wir über die aktuelle Hauptversion berichtet, die vor allem Stabilitäts- und Kompatibilitätsverbesserungen brachte. Bereits 2022 erschien LibreOffice zudem im Mac App Store. Auch die langfristige Positionierung als unabhängige Office-Alternative war zuletzt Thema, als die Entwickler die EU zu einer stärkeren Unterstützung offener Software aufriefen.

OnlyOffice und Collabora als Alternativen

Anders als LibreOffice ist die Office-Suite OnlyOffice bereits seit Jahren mit vergleichsweise umfangreichen Bearbeitungsfunktionen auf iPhone und iPad verfügbar. Gleiches gilt auch für Collabora.

In Teilen der Community wird OnlyOffice jedoch kritisch betrachtet, da trotz des Firmensitzes im lettischen Riga immer wieder auf frühere Verbindungen des Eigentümers zu einem russischen Mutterunternehmen verwiesen wird.

ONLYOFFICE Documents (Kostenlos, App Store) →


Collabora Office (Kostenlos, App Store) →

The post LibreOffice kommt auf das iPhone: Office-Paket für iOS im Anmarsch first appeared on iphone-ticker.de.

Blog

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *