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Ein Elektroflugzeug hat in Florida erstmals mit einer Feststoffbatterie einen Testflug absolviert. Die neue Zelltechnologie erreicht mit 410 Wattstunden pro Kilogramm fast die doppelte Energiedichte bisheriger Lithium-Ionen-Akkus und lädt in unter 15 Minuten auf 80 Prozent. Was das für die Zukunft der elektrischen Luftfahrt bedeutet und warum das Team jetzt die Stratosphäre anpeilt. 

Pilot Miguel Iturmendi, Gründer des Entwicklungsprojektes Helios Horizon, hat erstmals einen Testflug mit einem Elektroflugzeug mit Feststoffbatterie absolviert. Der Flug vom städtischen Flughafen Zephyrhills im US-Bundesstaat Florida diente der Überprüfung des Gleichgewichts nach dem Einbau des neuen Akkus. 

Als Basis für das Versuchsflugzeug nutzte ein Team von Helios Horizon eine modifizierte Flugzeugzelle des Typs Pipistrel Taurus. Die Maschine wurde für dieses Projekt zusätzlich mit Tragflächenverlängerungen und Solarzellen ausgestattet.

Erstes Elektroflugzeug mit Feststoffbatterie: Was beim Test passierte

Das Flugzeug verfügt über einzigartige Systemen für die Stromabgabe, das Batteriemanagement, den Antrieb und die thermodynamische Steuerung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus ersetzen Feststoffbatterien der nächsten Generation einen Teil oder die gesamte Flüssigkeit durch feste Materialien.

Dadurch sinkt das Brandrisiko, da die Zellen eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigungen, Überhitzung und thermisches Durchgehen aufweisen. Zudem sind neue Feststoffbatterien kleiner und versprechen eine höhere Energiedichte.

410 statt 260 Wh/kg: So viel mehr Leistung hat die neue Batterie

Der am 5. Juni 2026 durchgeführten Testflug fand vor folgendem Hintergrund statt: Eine zuvor genutzte Lithium-Ionen-Batterie lieferte eine Energiedichte von 260 Wattstunden pro Kilogramm. Die neuen Feststoffzellen sollen wiederum 410 Wattstunden pro Kilogramm erreichen. Zudem lässt sich der Akku in weniger als 15 Minuten auf 80 Prozent aufladen. Miguel Iturmendi dazu:

Zum ersten Mal verfügen wir über eine Batterietechnologie, die jene Reichweiten und Ladezeiten hervorbringt, welche notwendig sind, um eine kommerzielle elektrische Luftfahrt tragfähig zu machen, während sie gleichzeitig die Sicherheit bietet, welche die fliegende Öffentlichkeit verlangen wird.

Höher als Passagierflugzeuge: Flug in Stratosphäre geplant

Das Elektroflugzeug hält bereits einen Höhenweltrekord in seiner spezifischen Gewichtsklasse. Bei früheren Flügen erreichte die Maschine eine Flughöhe von 24.000 Fuß (circa sieben Kilometer). Das erklärte Ziel von Helios Horizon ist es, künftig Höhen von über 40.000 Fuß (circa zwölf Kilometer) zu erreichen. Damit würde das Flugzeug höher fliegen als die meisten herkömmlichen Passagierflugzeuge.

Durch die Integration von Feststoffbatterien in die Strommanagement- und Antriebssysteme von Elektroflugzeugen erwartet Miguel Iturmendi, dass stratosphärische Flüge mühelos mit einer einzigen Ladung absolviert werden können. Weitere Testflüge sind für einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr geplant.

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