Apple hat der EU-Kommission im Februar offiziell mitgeteilt, dass man sich bestimmte Vermögenswerte von „Rabbit 3 Times“ sichern werde. Jenem Unternehmen, das hinter der gefeierten Prototyping-App „Play“ steckt. Zudem habe man sich das Recht gesichert, ausgewählte Mitarbeiter des Studios zu übernehmen. Erst nach einer viermonatigen Sperrfrist tauchte die Mitteilung nun auf der Website der Kommission auf und brachte den Deal ans Licht.

Was „Play“ überhaupt kann

Bei „Play“ handelte es sich um eine Anwendung für Mac und iPhone, mit der Designer auf Basis von Apples SwiftUI-Framework interaktive Oberflächen-Prototypen bauen und diese direkt an Xcode weiterreichen konnten. Besonders bemerkenswert: Erst im vergangenen Jahr räumte das Tool einen Apple Design Award in der Kategorie Innovation ab. Eine Auszeichnung, die Apple selbst vergibt und die für gewöhnlich nur die kreativsten und durchdachtesten Apps erhalten.

Apple selbst lobte die Software damals in höchsten Tönen: Man bezeichnete „Play“ als raffiniertes, zugleich aber intuitiv bedienbares Werkzeug, mit dem sich mittels SwiftUI Prototypen erstellen lassen. Die durchdachte Oberfläche erlaube es Designern, sowohl leistungsstark zu arbeiten als auch geräteübergreifend, zwischen Mac und iPhone, in Echtzeit zusammenzuarbeiten, hieß es weiter.

Stiller Rückzug aus dem App Store

Mittlerweile sucht man „Play“ im App Store vergeblich. Ein Umstand, der angesichts der Übernahme kaum überrascht. Bei dieser Vorgehensweise interessiert sich der Käufer meist weniger für das fertige Produkt selbst, sondern vielmehr für das dahinterstehende Talent sowie die zugrunde liegende Technologie.

Was Apple konkret mit dem neu erworbenen geistigen Eigentum vorhat, bleibt bislang offen. Naheliegend wäre jedoch, Erkenntnisse aus „Play“ in die hauseigene Entwicklungsumgebung Xcode einfließen zu lassen, um dort die Prototyping-Funktionen zu stärken. Bestätigt ist davon allerdings noch nichts. Apple hüllt sich, wie so oft bei solchen Übernahmen, in Schweigen.

Der Beitrag Apple schnappt sich preisgekrönte Designer-App „Play“ erschien zuerst auf appgefahren.de.

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