Auch auf YouTube hat das KI-Zeitalter Einzug gefunden. Zahlreiche aktuell kursierende Inhalte auf der Plattform wurden mit Künstlicher Intelligenz erstellt, und auch die Plattform selbst hat kürzlich einige neue AI Features eingeführt. Doch die verstärkte Verbreitung KI-generierter oder -veränderter Inhalte bringt auch Risiken mit sich. Einige davon sollen durch die Einführung neuer Richtlinien und Features, die YouTube nun ankündigte, eingegrenzt werden.

Generative AI has the potential to unlock creativity on YouTube. We’re innovating with AI boldly and responsibly, and today we’re sharing an early look at responsibility measures that we’ll roll out in the months ahead: https://t.co/hxDqDBxJxQ

— Neal Mohan (@nealmohan) November 14, 2023

YouTube Creator müssen ihre Zuschauer:innen künftig darüber informieren, wenn sie Inhalte teilen, die mit KI erstellt wurden. Dies sei von besonderer Bedeutung bei Content, welcher sensible Themen wie beispielsweise Wahlen aufgreift. Die Plattform erklärt:

Creator:innen müssen in Zukunft offenlegen, wenn sie manipulierte oder synthetische Inhalte erstellt haben, die realistisch wirken. Das schließt die Nutzung von KI-Tools ein. Das kann z.B. ein KI-generiertes Video sein, in dem ein Ereignis realistisch dargestellt wird, das aber nie stattgefunden hat. Oder Inhalte, die eine Person zeigen, die etwas sagt oder tut, das sie nicht tatsächlich gesagt oder getan hat.

KI-Label soll für mehr Klarheit sorgen

Creator, die manipulierte oder synthetische Inhalte teilen, diese aber nicht als solche kennzeichnen, müssen mit Konsequenzen rechnen. Konkret könnte YouTube bei einer regelmäßigen Missachtung der Vorgabe die Inhalte entfernen oder die Creator vom YouTube-Partnerprogramm ausschließen. Content, welcher gegen YouTubes Richtlinien verstößt, wird in jedem Fall entfernt – es spielt also keine Rolle, ob beispielsweise ein Video mit Gewaltdarstellungen echt ist oder synthetisch erstellt wurde.

Inhalte, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt oder verändert wurden und nicht gegen die Richtlinien verstoßen, dürfen auf der Plattform auch weiterhin gepostet werden – insofern sie mit einem Label gekennzeichnet sind, welches YouTube für die Videobeschreibung eingeführt hat. Bei Content zu sensiblen Themen wird zudem ein weiteres, besser sichtbares Label im Videoplayer eingeblendet. Inhalte, die mit YouTubes eigenen KI-Produkten erstellt wurden, werden deutlich als KI-generiert markiert, erklärt die Plattform.

KI-Label auf YouTube, © YouTube

User können Entfernung bestimmter KI-generierter Inhalte anfragen

Auch Nutzer:innen sollen künftig die Möglichkeit erhalten, die Verbreitung manipulierter Inhalte auf der Plattform einzugrenzen. Hierfür wird eine neue Beschwerdeoption eingeführt, welche speziell KI-erstellte Inhalte, die eine identifizierbare Person simulieren, betrifft. YouTube merkt an, dass nicht alle Videos, für die eine Beschwerde eingereicht wurden, von der Plattform entfernt werden.

Auch YouTubes Musikpartner:innen sollen mehr Kontrolle über manipulierten Content, der sie persönlich betrifft, erhalten. Sie können demnach Anfragen zur Entfernung von Musikinhalten, bei welcher ein:e Künstler:in imitiert wird, einreichen. Ob YouTube den Content tatsächlich entfernt, hängt von verschiedenen Faktoren ab (beispielsweise, ob dieser im Kontext einer Nachrichtensendung gezeigt wird). YouTube erklärt, dass die neuen KI-Richtlinien und -Optionen im Laufe der kommenden Wochen eingeführt werden.

Nachdem YouTube das Vorgehen gegen Adblocker in den vergangenen Monaten verschärft hatte, haben hunderttausende Menschen ihre Adblocker deinstalliert – und sich oftmals auf die Suche nach Alternativen gemacht.

Nach Einschränkungen von YouTube:
Rekord bei Adblocker-Deinstallationen

Technologie

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