Laut einer Studie aus China kann Mikroplastik die Bildung und Struktur von Wolken verändern. Das wiederum hätte Einfluss auf unser Klima und Wetter. 

Seit der Herstellung von Plastik offenbarte der Kunststoff sowohl Vor- als auch Nachteile. Denn die Logistik und die Herstellung von Produkten würde ohne billiges und leichtes Plastik heutzutage nicht so kostengünstig funktionieren. Doch immer mehr Berichte zeigen auch, welche Gefahren von dem Kunststoff ausgehen kann.

Denn das Material findet sich inzwischen überall. Neben Partikeln in der kaum berührten Natur, konnten Wissenschaftler diese auch im menschlichen Blut feststellen. Eine neue Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass Mikroplastik-Partikel auch das Wetter und unser Klima beeinflussen können. Für diese Erkenntnis begaben sich die Forscher in die Berge.

Mikroplastik hat Einfluss auf unser Wetter

Sie entnahmen im Jahr 2021 Proben rund um den Berg Tai in Ost-China. Diese insgesamt 28 Proben sendete das Team dann in ein Labor und untersuchte sie auf weitverbreitete Plastik-Partikel. Darunter fallen etwa Polyethylenterephtalat (PET) oder Polypropylen. In 24 Proben wurden die Forscher fündig.

Je wolkenverhangener ein Gebiet war, desto mehr Partikel konnten die Wissenschaftler in den Proben feststellen. Das legt nahe, dass Regenwolken Mikroplastik-Partikel aus der Umwelt aufnehmen und das Material durch natürliche Prozesse innerhalb der Wolke aufspalten. Hierfür erstellte Simulationen demonstrierten, dass dieser Prozess auch die Formation und das Verhalten von Wolken beeinflusst.

Weitere Studien müssen Risiken für Menschen abwägen

Die genauen Auswirkungen sind bisher nicht vollständig untersucht. Dennoch ist bereits klar, dass die aufgespaltenen Partikel auch Giftstoffe enthalten können, die sich in der Atmosphäre ansammeln oder über Regenschauer in unsere direkte Umgebung herabregnen. Daher appellieren bereits viele Forscherverbände seit einiger Zeit an die Industrie, um die Produktion von Plastik zu reduzieren.

Bis sich eine kostengünstige und gleichzeitig nachhaltige Alternative findet, dürfte es aber wahrscheinlich noch etwas dauern. Doch auch jeder einzelne kann bereits einen Unterschied ausmachen, indem man weniger in Plastik verpackte Waren kauft und den Stoff nach der Verwendung korrekt entsorgt.

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