Im Zuge des europäischen Gesetzes über digitale Märkte hat Apple mehrere Neuerungen angekündigt, die ab März für zahlreiche Änderungen im App Store und beim Vertrieb mobiler Applikationen sorgen werden.

Alternative App Stores: So könnten sie aussehen

Entwickler haben dann die Möglichkeit, Applikationen außerhalb des App Stores anzubieten, können eigene Abrechnungssysteme nutzen und sogar alternative Marktplätze für Applikationen starten. Ein von Microsoft betriebener App Store für iPhone-Nutzer ist zwar unwahrscheinlich, wäre dann aber zumindest möglich.

Liberalisierung mit vielen Hürden

Oberflächlich betrachtet erfüllt Apple mit seinem neuen Regelwerk zwar die Vorgaben der europäischen Regulierer, setzt diese jedoch so unattraktiv wie möglich um und hat fast alle Entwickler, die auf eine Liberalisierung der App-Distribution in der Europäischen Union gehofft hatten, auf ganzer Linie enttäuscht.

App-Sideloading in Europa: Apple will Gebühren und Mitspracherecht

Beispiel alternative App Stores: Diese werden demnächst grundsätzlich möglich sein, allerdings verlangt Apple von zukünftigen Mitbewerbern, dass diese mindestens 1 Million Dollar auf der hohen Kante haben, um einen eigenen Marktplatz aufzubauen. Zudem sollen die App Store-Anbieter grundsätzlich alle interessierten Entwickler aufnehmen müssen. Ein alternativer, kleiner App Store, nur für Open-Source-Anwendungen oder nur für Spiele, ist weiterhin unmöglich.

Zudem plant Apple, eine neue Installationsgebühr einzuführen, die so genannte Core Technology Fee, und mit dieser auch Entwickler von gänzlich kostenfreien Applikationen zur Kasse zu bitten. Einziges Kriterium: Wer mehr als eine Million Downloads pro Jahr generiert muss zahlen.

Apple hofft auf Feedback

Jetzt hat Apple die Entwicklercommunity angeschrieben und diese eingeladen, einen Beratungstermin mit Apple auszumachen und wahrzunehmen. Entweder können interessierte Entwickler wahlweise eine 30-minütige Online-Beratung reservieren oder aber direkt einen persönlichen Termin bei Apple Europa in Irland ausmachen.

Im Zuge der Gespräche sollen offene Fragen erörtert werden, zudem hofft Apple auf Feedback der Entwickler-Community und eine erste Bewertung der eigenen Pläne durch die direkt betroffenen Akteure.

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