Apple sieht sich gegenwärtig mit einer neuen Klage auseinandergesetzt: Wie unter anderem bei BusinessWire in einer Pressemitteilung zu lesen ist, hat die in New York, USA, ansässige Anwaltskanzlei Kasowitz LLP bekanntgegeben, im Namen ihres Mandanten, der in Texas ansässigen Firma Fintiv, eine Klage gegen Apple einreicht zu haben.

Gegenstand der Klage ist mutmaßlicher Diebstahl von Seiten Apples der für die Entwicklung von Apples Mobile-Wallet Apple Pay verwendeten Technologie. Fintiv ist laut Information von BusinessWire „ein weltweit führender Anbieter von patentierten digitalen Wallet-Ökosystemen“. In der Klage heißt es:



“Der Diebstahl der Technologie von Fintiv durch Apple ist Teil eines Musters und einer Praxis, die Apple seit Jahren verfolgt – indem es vorgibt, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, um unter dem Deckmantel einer Arbeitsbeziehung vertrauliche und geschützte Informationen zu stehlen, und anschließend wichtige Mitarbeiter abzuwerben, um das wertvolle geistige Eigentum des Unternehmens zu stehlen und es für die eigene Kommerzialisierung des Geschäfts zu nutzen.“

Die mit der Klage beauftragte Anwaltskanzlei erklärt, dass die Klage Apple vorwirft, gegen US-Bundes- und -Landesgesetze nach dem RICO-Gesetz und gegen Gesetze zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen verstoßen zu haben. Das RICO-Gesetz, „Racketeer Influenced and Corrupt Organization Act“, ist ein US-amerikanisches Bundesgesetz, das erweiterte strafrechtliche Sanktionen und zivilrechtliche Klangemöglichkeiten für Handlungen vorsieht, die im Rahmen einer fortbestehenden kriminellen Vereinigung begangen werden.

Vertrauliche Informationen gestohlen und Angestellte abgeworben?

BusinessWire zufolge wird in der Klage behauptet, dass Apple zwischen 2011 und 2012 an den Vorgänger von Fintiv, CorFire, herangetreten sei und unter Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) vertrauliche technische Informationen erhalten habe. Das Nachfolge-Unternehmen Fintiv ging davon aus, dass Apple die mobile Wallet-Technologie von CorFire lizenzieren wolle. Man behauptet nun jedoch, dass Apple stattdessen die vertraulichen Informationen gestohlen und später wichtige Angestellte von CorFire abgeworben habe, bevor man 2014 die mobile Zahlungsmöglichkeit Apple Pay auf den Markt brachte.

In der Klage wird auch auf Apples „ähnlich schädliches Vorgehen“ eingegangen, indem man den Konflikt mit dem Gesundheitsunternehmen Masimo heranzieht. In dem Fall soll Apple Patente und Geschäftsgeheimnisse von Masimo gestohlen haben, um damit die eigene Technologie zur Messung von Blutsauerstoff in der Apple Watch zu entwickeln. Bislang ist die Klage noch nicht im US-Gerichtssystem zu finden, dies sollte aber schon bald der Fall sein.

Der Beitrag Apple Pay: Kernpunkt neuer Klage um Verletzung von Geschäftsgeheimnissen erschien zuerst auf appgefahren.de.

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