Mastodon bereitet die Einführung einer neuen Funktion namens „Collections“ vor, die es Nutzern und Nutzerinnen ermöglichen soll, Listen mit bis zu 25 Accounts zu erstellen und zu teilen. Die Funktion orientiert sich an den sogenannten „Starter Packs“ der Plattform Bluesky und soll in den kommenden Wochen schrittweise verteilt werden. Ziel ist es, Usern die Entdeckung und das Folgen thematisch passender Accounts zu erleichtern.

Laut einer offiziellen Ankündigung vom vergangenen Donnerstag können Nutzer und Nutzerinnen auf teilnehmenden Servern eigene Collections anlegen, diese mit einer Beschreibung und einem Thema versehen sowie optional als „sensibel“ markieren. Sensible Collections verbergen Beschreibung und enthaltene Accounts hinter einer Inhaltswarnung. Mastodon betont, dass User jederzeit die Kontrolle behalten: Sie erhalten eine Benachrichtigung, sobald ihr Account zu einer Collection hinzugefügt wird, und können die Aufnahme ablehnen oder die Collection melden.

Im Gegensatz zu Bluesky wird Mastodon zunächst auf einen „Alle folgen“-Button verzichten. Imani Joy, Designleiterin bei Mastodon, begründet dies mit Nutzerfeedback: Viele hätten auf Bluesky veraltete Starter Packs abonniert und anschließend eine schlechtere Feed-Qualität erlebt. Stattdessen setzt Mastodon auf eine schrittweise Einführung, bei der die Erstellung von Collections im Vordergrund steht. Erst wenn eine ausreichende Anzahl an nutzergenerierten Listen existiert, sollen Entdeckungsfunktionen ausgebaut werden.

Einführung zuerst auf dem Original-Server mastodon.social

So soll es aussehen, wenn man eigene Collections bei Mastodon erstellt. Fotos (c) Mastodon.

Langfristig plant Mastodon, Serverbetreibern die Möglichkeit zu geben, Collections während des Onboarding-Prozesses zu empfehlen. Dies könnte die bisherige Funktion für empfohlene Accounts ersetzen und neuen Usern den Einstieg erleichtern. Die Einführung beginnt in der kommenden Woche auf dem Server mastodon.social, bevor die Funktion mit dem Update auf Mastodon 4.6 breiter verfügbar sein wird.

Die neue Funktion unterstreicht Mastodons Bestreben, Personen mehr Kontrolle über ihre Timeline zu geben und gleichzeitig die Entdeckung relevanter Inhalte zu fördern. Durch die Möglichkeit, Collections zu melden oder die Aufnahme des eigenen Accounts zu verhindern, setzt die Plattform auf Transparenz und Nutzerautonomie. Ob sich das Konzept bewährt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Bei Bluesky sind die Collections bereits zu einem integralen Bestandteil der Plattform geworden und erleichtern das Onboarding für neue Nutzer und Nutzerinnen.

Mastodon ist weiterhin als kostenlose, dezentral gehostete und Algorithmus-freie Alternative zu X und Co. im Web, mit einer offiziellen iOS-App (App Store-Link) sowie zahlreichen Drittanbieter-Clients nutzbar. Auch wir sind im Netzwerk mit einem eigenen Account vertreten: Wer uns folgen möchte, findet uns unter appgefahren@techhub.social.

‎Mastodon (Kostenlos, App Store) →

Der Beitrag Mastodon führt Collections-Funktion ein: Kuratierte Account-Listen nach Bluesky-Vorbild erschien zuerst auf appgefahren.de.

Blog

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *