Mit iOS 26.4 hat Apple die Altersverifizierung auf eine neue Ebene gehoben. Wie bereits zuvor berichtet, reagiert der Konzern damit auf gesetzliche Entwicklungen in verschiedenen Ländern und stellt entsprechende Funktionen zunächst regional bereit.
Während Australien, Brasilien und einzelne US-Bundesstaaten eigene Vorgaben umsetzen, wird die Funktion im Vereinigten Königreich derzeit besonders intensiv getestet.
Dort berichten Nutzer, dass ohne Altersnachweis zentrale Funktionen eingeschränkt bleiben. Webinhalte werden gefiltert und bestimmte Inhalte in Nachrichten oder Fotos automatisch unkenntlich gemacht. Diese Schutzmechanismen sind standardmäßig aktiv und greifen systemweit, also nicht nur im Browser, sondern auch in Anwendungen und Kommunikationsdiensten.
Damit geht Apple über frühere Ansätze hinaus, bei denen Altersfreigaben vor allem beim Download einzelner Applikationen relevant waren. Nun wird das gesamte Gerät zunächst wie ein eingeschränktes Nutzerprofil behandelt, bis ein Altersnachweis erfolgt.
Kritik an Umsetzung und Auswirkungen
Die Bürgerrechtsorganisation Big Brother Watch kritisiert dieses Vorgehen in einem Schreiben an Apple deutlich. Sie sieht darin einen Eingriff in den freien Zugang zum Internet und spricht von einer weitreichenden Änderung, die Millionen Nutzer betreffe.
Offener Brief: Concerns regarding the iOS 26.4 age/ID requirement
Im Mittelpunkt der Kritik steht, dass die Altersprüfung nicht gesetzlich vorgeschrieben sei. Zwar existieren im Vereinigten Königreich Regelungen zum Jugendschutz im Netz, diese richten sich jedoch in erster Linie an Anbieter von Online-Diensten und nicht an Betriebssysteme. Die Entscheidung, die Prüfung auf Geräteebene umzusetzen, gehe daher über bestehende Vorgaben hinaus.
Zudem wird auf praktische Hürden hingewiesen. Nutzer können ihr Alter unter anderem über Kreditkarten oder Ausweisdokumente bestätigen. Gleichzeitig akzeptiert Apple nicht alle gängigen Nachweise, etwa Reisepässe oder Debitkarten. Dadurch könnten Teile der Bevölkerung von bestimmten Inhalten ausgeschlossen werden, insbesondere wenn kein geeigneter Nachweis vorliegt oder dieser nicht genutzt werden soll.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Transparenz. In den Update-Hinweisen zu iOS 26.4 wird die Altersprüfung nicht ausdrücklich hervorgehoben. Beobachter sehen darin ein Problem, da Nutzer die Tragweite der Änderungen vor der Installation nicht vollständig erkennen können.
Apple-Support: Wenn du aufgefordert wirst zu bestätigen, dass du volljährig bist
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