Der Streamingdienst Joyn passt sein kostenpflichtiges Angebot an und führt zugleich ein neues Preismodell ein. Künftig können Nutzer zwischen einem Monats- und einem Jahresabo wählen. Während das Jahresabo, auf den Monat gerechnet, preislich stabil bleibt, steigt der Preis für die flexible monatliche Buchung.

Die bisherigen Konditionen: 6,99 Euro pro Monat ohne Werbung

Das Monatsabo kostet ab sofort 8,99 Euro pro Monat. Wer sich für das Jahresabo entscheidet, zahlt rechnerisch weiterhin 6,99 Euro pro Monat und bindet sich für zwölf Monate. Damit steigt der Monatspreis um fast 30 Prozent an.

Zudem müssen zahlende Kunden mit Werbeeinblendung rechnen. Statt der bsherigen Formulierung „Alle PLUS+ Inhalte ohne Werbung“ heißt es bei Joyn jetzt: „Kaum Werbung – Mehr Zeit fürs Wesentliche dank deutlich weniger Werbeunterbrechungen“.

Höhere Kosten für Flexibilität

Die neue Preisstruktur folgt einem bekannten Muster im Streamingmarkt. Anbieter setzen verstärkt auf langfristige Bindung, indem sie Jahresabos attraktiver gestalten. Für Kunden bedeutet dies eine klare Abwägung zwischen Flexibilität und Kosten. Wer sich nicht langfristig festlegen möchte, muss künftig einen höheren monatlichen Betrag einplanen.

Zukünftig: 8,99 Euro pro Monat und „Kaum Werbeunterbrechungen“

Parallel zur Preisanpassung wurde auch die Schreibweise des Angebots vereinheitlicht. Das kostenpflichtige Paket firmiert nun offiziell unter dem Namen Joyn+.

Wachstum bei Joyn hält an

Die Anpassung erfolgt in einer Phase, in der Joyn nach eigenen Angaben weiter wächst. Im März erreichte die Plattform 12,1 Millionen Nutzer und überschritt damit zum sechsten Mal in Folge die Marke von zehn Millionen. Auch im Vergleich zum Vormonat legte die Nutzung zu.

Zu den besonders stark nachgefragten Inhalten zählen unter anderem Formate wie „Germany’s Next Topmodel“, „Wer stiehlt mir die Show?“, die Reality-Reihe „Promis unter Palmen“ sowie die Serie „Die Landarztpraxis“. Auch Creator-Formate wie „Love Hunter“ und „The Race“ tragen zur Nutzung bei.

Bereits zuvor hatte Joyn mit neuen Funktionen und erweiterten Inhalten auf sich aufmerksam gemacht. Dazu gehört auch die umstrittene Einbindung von Mediatheken-Inhalten von ARD und ZDF, die ohne vorherige Abstimmung mit den öffentlich-rechtlichen Sendern erfolgte und wieder entfernt werden musste.

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