Claude erstellt in Cowork jetzt Live-Artefakte wie Dashboards und Tracker, die direkt mit deinen Apps und Dateien verbunden sind. Beim Öffnen aktualisieren sie sich automatisch. Die Inhalte bleiben bestehen, werden im Live Artifacts Tab gespeichert und lassen sich jederzeit wieder aufrufen, bearbeiten und weiterentwickeln – inklusive Versionshistorie und unabhängig von einzelnen Sessions. Verfügbar ist der neue Tab laut Ankündigung ab sofort in Claude Cowork für alle bezahlten Pläne wie Pro, Max, Team und Enterprise.

In Cowork, Claude can now build live artifacts: dashboards and trackers connected to your apps and files.

Open one any time and it refreshes with current data. pic.twitter.com/oru97zRn8L

— Claude (@claudeai) April 20, 2026

Das Interface zeigt klassische Business-Kennzahlen wie Signups, Activation und Paid Conversions, ergänzt durch Diagramme und Reportmodule. Seit Kurzem lassen sich via Claude Design zudem komplette Websites, One Pager oder Präsentationen per Prompt erstellen. Basierend auf Opus 4.7 generiert Claude dabei nicht nur Layouts, sondern direkt nutzbare Prototypen, die sich im Dialog, über Kommentare oder per Slider weiterentwickeln lassen.

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© Anthropic via Canva

„Super useful in practice“: So funktionieren Claudes Live Artifacts

Claudes Live Artifacts sind Inhalte, die nicht im Chat verschwinden, sondern als eigene Arbeitsbereiche gespeichert werden, zum Beispiel als Dokument, Code oder Dashboard. Anders als klassische Antworten auf Prompts bleiben sie bestehen und lassen sich später wieder öffnen und weiterbearbeiten. Sie können zudem mit Daten verbunden werden, etwa wenn ein Dashboard aktuelle Zahlen aus angebundenen Tools lädt. Wie Felix Rieseberg, Engineering Lead for Claude bei Anthropic, auf X betont, ist das Prinzip einfach, aber im Alltag besonders nützlich: Beim Öffnen laden die Live Artifacts Daten über angebundene Connectors automatisch neu und bleiben so aktuell.

A small feature drop in Cowork: Live Artifacts!

Ask Claude to create a dashboard, report, or deck – and whenever you open it, Claude will refetch data from your Connectors to keep all information up to date. Simple idea, super useful in practice.

Get Claude at… pic.twitter.com/M1ImAhhgI4

— Felix Rieseberg (@felixrieseberg) April 20, 2026

Vor allem Marketing, Product und Data Teams profitieren davon, dass einmal erstellte Dashboards, Reports und Auswertungen automatisch weiterlaufen und aktuell bleiben. Statt Daten manuell zusammenzutragen oder Dashboards immer wieder neu aufzusetzen, übernehmen Live Artifacts diese oft zeitaufwendigen Aufgaben. So bleibt mehr Zeit für ausführliche Analysen und Reportings mit stets aktuellen Daten. Für zuständige Teams kommt hinzu, dass sich die Anwendungen teilen und gemeinsam iterativ verbessern lassen, etwa in Kampagnenauswertungen, Produktanalysen oder internen Reportings.

Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen. Werden externe Datenquellen angebunden, können Fehler direkt in die Ergebnisse einfließen, und bei sensiblen Inhalten wird der Umgang mit Daten kritischer. Zudem steigt der Bedarf an Kontrolle, da automatisch aktualisierte Dashboards nicht automatisch als verlässlich gelten sollten. Fehler in angebundenen Datenquellen oder in der Logik des Artefakts können sonst unbemerkt in Analysen und Entscheidungen einfließen.

Mit Amazon sichert sich Anthropic massive Rechenkapazität für Claude

Dauerhaft arbeitende KI-Systeme wie Live Artifacts binden kontinuierlich Rechenressourcen. Um den steigenden Bedarf an Rechenleistung für Training und Betrieb von Claude zu decken, erweitert Anthropic die Kooperation mit Amazon und sichert sich langfristig bis zu fünf Gigawatt Energie. Wie Anthropic mitteilt, investiert Amazon weitere fünf Milliarden US-Dollar und erhöht die Gesamtbeteiligung damit auf 13 Milliarden. Anthropic verpflichtet sich gleichzeitig, in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden US-Dollar in AWS-Technologien zu investieren. Bereits kurzfristig sollen zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt werden, darunter neue Trainium2-Ressourcen sowie insgesamt fast ein Gigawatt an Trainium2- und Trainium3-Leistung bis Ende 2026. Perspektivisch umfasst die Zusammenarbeit mehrere Chip-Generationen von Trainium2 bis Trainium4 sowie weitere spezialisierte Hardware von Amazon.

Amazon hat auch mit OpenAI Ende Februar 2026 eine ähnliche Vereinbarung geschlossen. Im Rahmen einer Finanzierungsrunde über rund 110 Milliarden US-Dollar steuerte Amazon etwa 50 Milliarden US-Dollar bei, wodurch OpenAI mit rund 730 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. Neben Kapital spielte auch hier der Zugang zu Cloud-Infrastruktur eine zentrale Rolle.

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