Mit iOS 26 hat Apple CarPlay um eine Funktion erweitert, die zunächst nach einer kleinen Kehrtwende klingt: Videowiedergabe auf dem Autodisplay. Während CarPlay über Jahre strikt auf Navigation, Musik, Telefonie und andere fahrbezogene Funktionen beschränkt war, beschreibt Apple inzwischen selbst die Möglichkeit, Videos vom iPhone auf ein kompatibles CarPlay-Display zu übertragen.
Ganz so frei, wie es zunächst klingt, ist die Funktion allerdings nicht. Apple spricht von „Video in the car“ beziehungsweise AirPlay-Video im Auto und knüpft die Nutzung klar an eine Bedingung: Inhalte sollen nur dann auf dem CarPlay-Bildschirm erscheinen, wenn das Fahrzeug nicht fährt. Der Kinomodus für die Autobahn ist also nicht gemeint.
Autohersteller müssen mitspielen
Wie Zac Hall von Apple-Blog 9to5Mac zusammenfasst, ist die Funktion trotz iOS 26 bislang vor allem Theorie. Entscheidend ist nicht nur, ob eine App Videoinhalte ausgeben kann. Auch der jeweilige Fahrzeughersteller muss die Wiedergabe im eigenen System ausdrücklich unterstützen.
Apple verweist Entwickler und Hersteller in diesem Zusammenhang auf das MFi-Programm. Damit dürfte klar sein: Ein einfaches iPhone-Update reicht nicht aus. Vielmehr müssen Autohersteller die Funktion in ihre Infotainment-Systeme integrieren und freigeben. Öffentliche Ankündigungen konkreter Modelle gibt es bislang kaum.
Wir hatten bereits zur Vorstellung von iOS 26 und den neuen CarPlay-Funktionen darauf hingewiesen, dass Apple neben Widgets und Live-Aktivitäten auch Videos im Stand vorbereitet. Ein Jahr später zeigt sich jedoch ein bekanntes Muster: CarPlay-Funktionen sind oft schneller auf Apples Folien als in echten Fahrzeugen – wie schon bei CarPlay Ultra.
Konzepte zeigen, wie das im Idealfall aussehen kann.
Am ehesten sichtbar ist die Videowiedergabe derzeit im CarPlay-Simulator für Entwickler auf dem Mac. Dort lässt sich etwa eine Apple-TV-App-Oberfläche simulieren. Hall verweist zudem darauf, dass die Funktion offenbar an bestimmte Display-Anforderungen geknüpft sein könnte; im Simulator soll sie etwa mit einer 1920 × 1080-Auflösung funktionieren.
Für Nutzer bleibt damit vorerst wenig zu tun. Wer auf Video im CarPlay-Display hofft, braucht nicht nur ein aktuelles iPhone und passende Apps, sondern vor allem ein Auto, dessen Hersteller die Funktion freischaltet. Angesichts der ohnehin zögerlichen Entwicklung bei CarPlay Ultra dürfte es noch dauern, bis daraus ein alltägliches Feature wird.
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