Obwohl mein Garten ziemlich anspruchsvoll ist, da er am Hang liegt und durch den Hausumbau deutlich gelitten hat, konnte ich mit einfachen Mährobotern meine geraden Flächen gut mähen. Wenn es aber in Richtung „Gelände“ geht, müssen sich günstige Modelle schnell geschlagen geben. So aber nicht der neue Dreame A3 AWD Pro, der jetzt seit ein paar Wochen durch meinen Garten fährt. Und ich kann schon vorwegnehmen: Ich bin begeistert.
Dreame A3 AWD Pro ist für große und komplexe Gärten gemacht
Dreame A3 AWD Pro mit futuristischem Design.
Schon beim Auspacken wird klar: Der Dreame A3 AWD Pro ist ein echtes Schlachtschiff. Mit einem Gewicht von 23 Kilogramm ist er im Vergleich zu vielen anderen Modellen ein Schwergewicht, das ein wenig an ein modernes E-Auto erinnert. Optisch ist der Mähroboter modern gestaltet und gefällt mir richtig gut.
Im Lieferumfang gibt es außerdem eine Station, die man mit Erdnägeln fest auf dem Boden fixieren kann. Da eine Stromverbindung notwendig ist, muss eine Steckdose in der Nähe sein. Die Installation ist wirklich ein Kinderspiel, da der Mäher auf Begrenzungsdrähte und RTK-Antennen verzichtet.
Dreame A3 AWD Pro steht in seiner Station.
So einfach ist eine Karte erstellt
Obwohl der Dreame A3 AWD Pro mit LiDAR auch automatisch eine Karte erstellen könnte, habe ich mich aufgrund der Komplexität des Gartens für die manuelle Kartierung entschieden. Per App und Smartphone fährt man einfach die Ränder ab und erstellt so den Bereich, in dem der Roboter mähen soll. Es ist ratsam, sich etwas Zeit zu nehmen, um möglichst nah am Rand oder über die Ränder hinweg zu fahren, wenn ein angrenzender Weg vorhanden ist.
App-Karte des Dreame A3 AWD Pro.
Darüber hinaus könnt ihr Bereiche ausschließen, indem ihr diese ebenfalls abfahrt. Da ich hinterm Haus auch noch eine Fläche habe, erstelle ich dafür einfach eine weitere Zone und verbinde diese mit einem Pfad. Die Dreame Home App ist dabei selbsterklärend und einfach zu bedienen, sodass Zonen, Pfade und No-Go-Bereiche schnell angelegt sind.
Dreame A3 AWD Pro ausprobiert: Der erste Mähvorgang
Die Räder des Dreame A3 AWD Pro.
Bevor ich den Dreame A3 AWD Pro an die Arbeit schicke, kann ich per App noch ein paar Details einstellen. Unter anderem ist eine Schnitthöhe zwischen 3 und 10 Zentimetern möglich, wobei verschiedene Schnitthöhen für unterschiedliche Zonen eingestellt werden können. Den Kantenschnitt habe ich später sogar deaktiviert, da der Roboter dort immer mit 3 Zentimetern mäht, was sich nicht umstellen lässt – und das ist mir viel zu kurz. Darüber hinaus ist die Hinderniserkennung auf „mittel“ eingestellt. Wie sich das auf die Erkennung auswirkt, erzähle ich gleich.
Die Räder sorgen für guten Grip. Die Mini-Räder können sich einzeln drehen.
Da der A3 AWD Pro gleich vier angetriebene Räder mitbringt, bewegt sich der Mäher trotz seiner Größe und seines Gewichts elegant über den eigenen Rasen. Er fährt die Bahnen zuverlässig ab und kann aufgrund der omnidirektionalen Fronträder in einem kleinen Kreis wenden. Zudem ist diese Art von Rädern sehr rasenschonend. Wer möchte, kann die Richtung der Bahnen auch per App ändern, wobei ich mich für möglichst lange Bahnen entschieden habe, um die Mähdauer zu verkürzen.
Der Dreame A3 AWD Pro mit zwei Tellern und 40cm Schnittbreite.
Da der Mäher groß und breit ist, kann er pro Bahn direkt 40 Zentimeter mähen. Dafür kommen gleich zwei Mähteller mit je drei Messern zum Einsatz, die sich sogar ohne Werkzeug tauschen lassen. Doch wie gut ist der Rasenschnitt?
Auf normalen und ebenen Rasenflächen langweilt sich der Dreame A3 AWD Pro. Da mein Rasen aber durchaus uneben ist und zahlreiche Steigungen aufweist, habe ich erstmals einen Mähroboter im Test, der wirklich abliefert. Der Rasenschnitt ist super, allerdings schwächelt der Mäher beim Kantenschnitt. Obwohl die Messer auf circa 3 Zentimeter bis zum Rand kommen, bleibt immer etwas mehr stehen, da der Roboter die Kanten etwas „vorsichtig“ behandelt und dadurch etwas zu viel Abstand lässt.
Mähen im Hang
Steile Hänge bis zu 80% sind kein Problem.
Wo sich andere Mähroboter stets verfangen haben, beweist der Dreame-Mäher, dass er auch für komplexe Gärten gemacht ist. Vorne fällt mein Rasen leicht nach unten ab, was für den Dreame überhaupt kein Problem ist. Noch spannender wird es aber hinterm Haus, da es hier noch einmal deutlich steiler nach oben geht (circa 70%). Und auch hier zeigt der Mähroboter seine Stärken und fährt den Hang problemlos hoch. Die Navigation an richtig steilen Hängen kann etwas problematisch werden, vor allem dann, wenn wie bei mir dort nicht nur Rasen wächst.
Letztendlich kann der Dreame A3 AWD Pro seine Versprechen einhalten und ist sowohl für unebenes Gelände als auch für steile Hänge gemacht.
Wie gut ist die Hinderniserkennung?
Zwei Kameras zur Hinderniserkennung.
Neben LiDAR kommen auch Kameras zum Einsatz, die nicht nur bei der Navigation helfen, sondern auch bei der Hinderniserkennung. Obwohl ich die Erkennung nur auf „mittel“ eingestellt habe, ist der Roboter fehlerfrei durch meinen Parcours gefahren.
Der Dreame A3 AWD Pro setzt auf LiDAR.
Einen kleinen Spielzeugbagger, einen Gartenschlauch, ein Paar Hausschuhe, einen Fußball, einen Kuscheltier-Igel und mehr hat der Roboter perfekt erkannt und umfahren. Darüber hinaus reagiert der Mäher auch auf spontane Ereignisse und passt die Route entsprechend an. Wenn ein Ball vor die Kamera kommt, stoppt der Roboter sofort und fährt drum herum. Auch wenn ich mich spontan vor den Roboter stelle, weicht er aus und beendet seine Arbeit zuverlässig.
Bedienung per App und viele Einstellmöglichkeiten
Dreame Home App zur Steuerung des Roboters.
Die Darstellung der Karte auf der Startseite könnte noch optimiert werden, allerdings bietet der Dreame A3 AWD Pro wirklich sehr viele optionale Einstellmöglichkeiten. Die Handhabung per App ist einfach und intuitiv, allerdings gibt es auch ein Display am Gerät selbst, über das die wichtigsten Einstellungen möglich sind.
Display mit Knopf direkt am Gerät. Eine klappe Schützt das Display und die Knöpfe.
Geschützt mit einer PIN, die man immer eingeben muss, sobald man die Klappe öffnet oder den Mähroboter anhebt, stehen dann die wichtigsten Infos bereit. So lässt sich auch ohne App ein Mähvorgang starten. Darüber hinaus ist auch eine Home-Taste mit dabei, um den Roboter zur Ladestation zu schicken. Die große Stopp-Taste auf der Oberseite ermöglicht einen sofortigen Mähstopp, den man entweder per App oder per PIN aufheben muss.
Mein Fazit zum Dreame A3 AWD Pro
Der Dreame A3 AWD Pro ist der beste Mähroboter, den ich bisher ausprobieren konnte. Ich habe die Variante „3500“, die für bis zu 3.500 Quadratmeter Rasen ausgelegt ist. Das ist beeindruckend und natürlich ist der Mähroboter für große und komplexe Gärten konzipiert. Wer an seinem Haus einen ebenerdigen Rasen mit 20 oder 50 Quadratmetern mähen will, kann getrost zu einem „einfachen“ Modell greifen.
Wer aber eine sehr große Rasenfläche, unebene Stellen, viele Hindernisse und Steigungen bearbeiten möchte, bekommt mit dem Dreame A3 AWD Pro den perfekten Mähroboter. Sowohl die Navigation als auch die Hinderniserkennung sind mega gut, auch der Rasenschnitt selbst ist top. Durch die vier motorisierten Räder bewegt sich der große Roboter elegant über den Rasen und ist auch auf Steigungen von bis zu 80 Prozent ausgelegt. Abstriche gibt es beim Kantenschnitt, da hier doch mehr als die versprochenen 3 Zentimeter stehen bleiben.
Ich halte fest: großes Gerät, einfache Installation, guter Rasenschnitt, sehr gute Hinderniserkennung, fährt auch Hänge hoch. Kein RTK, kein Begrenzungskabel, dafür LiDAR und Kameras. Mit 40 Zentimetern eine große Schnittbreite und der Messerwechsel ist ohne Werkzeug möglich. Der Kantenschnitt könnte allerdings besser sein.
Insgesamt bietet der Dreame A3 AWD Pro eine mehr als überzeugende Leistung. Wer für seinen Rasen einen zuverlässigen Mähroboter sucht, bekommt hier modernste Technologien auch für schwierige Gärten.
Preis und Verfügbarkeit
Mit 2.599 Euro gestartet, kostet der Mähroboter aktuell „nur“ 2.199 Euro. Das Modell für 5.000 Quadratmeter, das lediglich einen größeren Akku mitbringt, kostet 2.599 Euro statt 2.999 Euro.
Ist der Dreame A3 AWD Pro das Geld wert? Ja, definitiv. Dennoch sind die Preise für Mähroboter extrem hoch und ich kann verstehen, wenn man an dieser Stelle einfach „nein“ sagt. Ob ich den Roboter trotzdem genial finde? Ja.
Angebot
DREAME A3 AWD Pro 3500 Robot-Rasenmäher, für 3500 m², 4WD-Nabenmotoren, ohne RTK…
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