Die Anker Solix Solarbank kommt jetzt in der vierten Generation auf den Markt. Mit dem Modell Solarbank 4 Pro hat der Hersteller eine überarbeitete Version eingeführt, die mit 5.000 Wattstunden Speicherkapazität bereits in den Bereich klassischer Hausakkus vorstößt.

Mithilfe von Zusatzakkus lässt sich die Kapazität der offiziell unter der Bezeichnung Solarbank 4 E5000 Pro geführten Akkus auf bis zu 30 kWh erweitern. Dies alles zu Preisen, für die man noch vor zwei Jahren nicht mal die Hälfte dieser Speicherleistung bekommen hat. Für die Solarbank 4 Pro nennt Anker einen offiziellen Preis von 1.999 Euro und Erweiterungsakkus mit 5.000 Wattstunden werden für jeweils 1.399 Euro angeboten. Wie von Anker gewohnt, dürfte man diese Preisempfehlung nur in den seltensten Fällen tatsächlich bezahlen.

Auch für größere Anlagen geeignet

Auch die Eingangsleistung des neuen Solix-Akkus übersteigt das, was wir in den letzten Jahren im Bereich der Akkus für Balkonkraftwerke gesehen haben, deutlich. Über die vier integrierten MPPTs lassen sich bis zu zwölf Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 5.000 Watt verbinden. Hier bewegen wir uns dann aber definitiv im Bereich klassischer Dachanlagen. Auf einem Balkom findet diese Anzahl von Modulen keinen Platz. Das System lässt sich aber auch klassisch als Balkonkraftwerk mit deutlich weniger Panels betreiben. Bei guter Ausrichtung können bereits zwei oder vier Solarmodule im Sommer Erträge liefern, die einen größeren Akku interessant machen.

Nutzer mit dynamischen Stromtarifen haben die Möglichkeit, den Akku zu günstigen Zeiten auch aus der Steckdose zu füllen, um sich in den teuren Tarifstunden selbst zu versorgen. Die App bietet dafür verschiedene Steuerungsoptionen. Wir haben das Thema bereits bei unserem Review der Solarbank 3 und zuletzt anlässlich der Tibber-Integration von Anker Solix angeschnitten.

800-Watt-Limit bleibt bestehen

Nicht zu vergessen ist allerdings, dass die maximale Abgabe von solchen Plug-and-Play-Anlagen ans Netz in Deutschland weiterhin auf 800 Watt limitiert ist. Damit lässt sich der Grundverbrauch auch größerer Haushalte gut abdecken, Verbrauchsspitzen wie beim Kochen oder Staubsaugen lassen sich damit nicht abfangen. Ihr könnt starke Verbraucher höchstens direkt an die an der Solarbank 4 vorhandene 2.500-Watt-Steckdose anschließen.

Bei den in der Solarbank 4 verbauten Speicherzellen handelt es sich um LFP-Module, die laut Anker bis zu 10.000 Ladezyklen unterstützen. Das würde bedeuten, dass der Akku auch nach 27 Jahren noch bis zu 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität erreicht, wenn er täglich einmal voll geladen und entladen wurde.

Kompatibel mit älteren Akkus

Die Solarbank 4 Pro unterstützt auch die älteren Solix-Erweiterungsakkus BP1600 und BP2700. Umgekehrt lässt sich der neue BP5000 auch mit den Solarbank-Modellen 2 Pro, 2 AC, 2 Plus und 3 Pro verwenden. Das Gerät ist so konzipiert, dass es auch im Freien und bei Temperaturen bis -20 Grad betrieben werden kann.

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