Apple hat mit iOS 26.5 nicht nur sichtbare Neuerungen wie verschlüsselte RCS-Nachrichten und das neue Pride-Hintergrundbild verteilt. In der Europäischen Union bringt das Update auch Änderungen mit, die vor allem Zubehör anderer Hersteller betreffen. Smartwatches, Kopfhörer und weitere verbundene Geräte sollen künftig enger mit dem iPhone zusammenarbeiten können.

Von Apple-Produkten kennen wir das einfache Koppeln seit Jahren.

Die neuen Möglichkeiten gehen auf die Vorgaben des Digital Markets Act zurück. Apple muss bestimmte iOS-Funktionen für Anbieter von Drittanbieter-Zubehör öffnen. Gemeint sind dabei nicht nur Apps, sondern ausdrücklich auch verbundene Geräte wie Smartwatches, Kopfhörer oder Fernseher.

Für Nutzer dürfte sich die Änderung vor allem an drei Stellen bemerkbar machen: beim Koppeln neuer Geräte, bei iPhone-Benachrichtigungen auf fremden Wearables und bei Live-Aktivitäten, die künftig ebenfalls an kompatibles Zubehör weitergereicht werden können. Automatisch funktionieren die Neuerungen allerdings nicht. Hersteller müssen die Schnittstellen selbst unterstützen und entsprechende App- oder Firmware-Updates bereitstellen.

AirPods-ähnliches Koppeln für andere Geräte

Eine der sichtbarsten Neuerungen betrifft das sogenannte Proximity Pairing. Drittanbieter können damit ein Koppelverfahren anbieten, das an die Einrichtung von AirPods, Beats, HomePods und Apple Watch erinnert. Hält man ein kompatibles Gerät in die Nähe des iPhones, erscheint ein Hinweis auf dem Bildschirm. Die Verbindung lässt sich anschließend mit einem kurzen Bestätigungsschritt herstellen.

Bislang mussten viele Kopfhörer, Smartwatches oder andere Bluetooth-Geräte klassisch über die Einstellungen gesucht und gekoppelt werden. Das bleibt zwar weiterhin möglich, die neue Schnittstelle kann den Vorgang aber deutlich vereinfachen.

Live-Aktivitäten sollen bald auch an Zubehör übertragen werden können.

Benachrichtigungen und Live-Aktivitäten

Auch bei Mitteilungen öffnet Apple das iPhone in der EU weiter. Drittanbieter-Zubehör kann künftig iPhone-Benachrichtigungen empfangen und je nach Umsetzung auch interaktive Hinweise anzeigen. Damit rücken Wearables anderer Hersteller näher an die Möglichkeiten der Apple Watch heran, ohne dieser vollständig gleichgestellt zu sein.

Neu ist zudem die Weitergabe von Live-Aktivitäten an Zubehör anderer Hersteller. Solche Live-Aktivitäten zeigen auf dem iPhone etwa laufende Timer, Sportstände, Lieferstatus, Fahrdienste oder Navigationshinweise an. Künftig können diese Informationen auch auf kompatiblen Drittanbieter-Geräten erscheinen – ähnlich wie auf der Apple Watch.

Nur in der Europäischen Union

Apple verbindet die neuen Möglichkeiten mit zusätzlichen Datenschutzvorgaben. Weitergeleitete Benachrichtigungen und Live-Aktivitäten dürfen demnach nicht für Werbung, Profilbildung, Modelltraining oder Standortüberwachung verwendet werden. Auch eine Weitergabe an andere Apps oder Geräte soll ausgeschlossen sein.

Die Neuerungen stehen nicht weltweit bereit. Apple beschränkt die zusätzlichen Schnittstellen auf Nutzer in der Europäischen Union, deren Apple-Konto einem EU-Land oder einer EU-Region zugeordnet ist. In Deutschland ist mit iOS 26.5 damit die technische Grundlage vorhanden. Der praktische Nutzen hängt nun davon ab, wie schnell Hersteller von Smartwatches, Kopfhörern und anderem Zubehör die neuen Möglichkeiten tatsächlich einbauen.

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