Die Bundesnetzagentur hat ihre bekannte Funkloch-App einem umfassenden Relaunch unterzogen: Aus der einstigen Breitbandmessung/Funkloch-App wird nun der Mobilfunk-Check mit einem überarbeiteten Design, aber dem altbewährten Funktionsumfang. Die Anwendung, die seit Jahren Nutzer und Nutzerinnen dabei unterstützt, die Qualität ihres Mobilfunkempfangs zu überprüfen, soll durch die Neupositionierung klarer von anderen Tools der Behörde abgegrenzt werden. Doch was steckt hinter dem Update, und was kann die App tatsächlich leisten?

Der Kern der Anwendung bleibt unverändert: Ein integrierter Speedtest misst die aktuelle Datenübertragungsrate auf mobilen Geräten. Die Ergebnisse werden automatisch mit Standort und Zeitstempel gespeichert, so dass User später Vergleiche ziehen oder Entwicklungen nachvollziehen können. Besonders praktisch für alle, die regelmäßig unter schwankender Netzabdeckung leiden oder einfach nur neugierig sind, wie schnell ihr Mobilfunk wirklich ist.

Doch der Mobilfunk-Check bietet mehr als nur Geschwindigkeitsmessungen. Der zweite zentrale Baustein ist der Netzcheck, der speziell die Verfügbarkeit von Mobilfunknetzen erfasst. Hier gibt es jedoch eine wichtige Einschränkung: Die Messungen funktionieren nur außerhalb von WLAN-Netzen oder bei deaktiviertem WLAN. Die App protokolliert dann lediglich, ob eine Verbindung über 2G, 4G oder 5G möglich ist.

Die Daten fließen in eine zentrale Sammlung der Bundesnetzagentur ein, die damit Funklöcher in Deutschland identifizieren will. Kritik gibt es allerdings an der Tatsache, dass die Aussagekraft dieser Messungen begrenzt ist: Immerhin wird nicht die Signalstärke oder Stabilität erfasst, sondern nur die grundsätzliche Verfügbarkeit.

Bundesnetzagentur will Verwechslungen vermeiden

Auch das Design der App wurde grundlegend verändert.

Die Namensänderung ist kein Zufall. Seit April gibt es mit der Nachweisverfahren-App (App Store-Link) eine weitere Anwendung der Bundesnetzagentur, die bis zuletzt optisch kaum vom Mobilfunk-Check zu unterscheiden war und damit für Verwirrung sorgte. Während der Mobilfunk-Check vor allem der Datensammlung dient, hat die Nachweisverfahren-App einen ganz anderen Zweck: Sie ermöglicht es Nutzern und Nutzerinnen, rechtlich verwertbare Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen, um bei Abweichungen von vertraglich zugesicherten Leistungen gegen ihren Anbieter vorzugehen.

Mit dem Relaunch setzt die Bundesnetzagentur also nicht nur auf ein modernes Design, sondern auch auf mehr Klarheit im eigenen App-Portfolio. Ob die Neuerungen ausreichen, um die Nutzung der Tools zu vereinfachen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Wer wissen will, wie es um den eigenen Mobilfunkempfang bestellt ist, findet im Mobilfunk-Check nach wie vor ein nützliches Werkzeug.

Der Download der Mobilfunk-Check-App (App Store-Link) ist komplett kostenlos und kann vom iPhone oder iPad aus angestoßen werden. Für die Installation der Anwendung wird mindestens iOS bzw. iPadOS 13.0 oder neuer sowie rund 51 MB an freiem Speicherplatz benötigt. Alle Inhalte stehen in deutscher Sprache bereit.

‎Breitbandmessung (Kostenlos, App Store) →


Nachweisverfahren Mobilfunk (Kostenlos, App Store) →

Der Beitrag Funkloch-App der Bundesnetzagentur: Modernes Update und ein neuer Name erschien zuerst auf appgefahren.de.

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