Tractive hat seit wenigen Wochen zwei neue Tracker für Hunde und Katzen im Programm. Das neue Modell Dog 6 XL hat insbesondere wegen seiner mit bis zu sechs Wochen angegebenen Akkulaufzeit unser Interesse geweckt. Bislang kam hier ein Modell eines Heimtiermarkts zum Einsatz, das zwar keine laufenden Kosten verursacht, dafür aber vor fast jeder Tour geladen werden musste.

Das Thema Kosten nehmen wir dann am besten gleich mal vorweg. Unser Modell Dog 6 XL kostet regulär 79 Euro. Bei Tractive laufen aber regelmäßig Werbeaktionen, mit denen sich der Anschaffungspreis senken lässt. Wobei diese Grundkosten unserer Meinung nach weniger ins Gewicht fallen. Relevant sind vor allem die laufenden Gebühren. Je nach Abo-Variante fallen hier monatlich mindestens 5 Euro an. Diese Investition muss euch das Tier natürlich wert sein.

Als Gegenwert bekommt man die Möglichkeit zur Ortung in Echtzeit sowie Zusatzfunktionen, die man bislang eher von Fitness-Trackern für Menschen kennt: Etwa Aktivitäts- und Schlaftracking oder die Überwachung der Herz- und Atemfrequenz.

Recht großer Kasten am Halsband

Der neue XL-Hundetracker von Tractive ist nicht gerade klein, daher lag unser Augenmerk beim Ausprobieren zu Beginn vor allem darauf, ob sich der Hund dadurch gestört oder beeinträchtigt fühlt.

Roxy hat diesbezüglich zu keiner Zeit irgendwelche Anzeichen gezeigt. Der Tracker hängt am Halsband und der Hund lässt keinerlei Unterschied erkennen, ob dieses trägt oder nicht. Für kleinere Tiere bietet Tractive auch kompaktere Modelle an.

Bei Wanderungen und längeren Ausflügen an der Leine kommt ein Hundegeschirr zum Einsatz. Der Tractive wird mit einer Gummihalterung befestigt, was einen problemlosen Wechsel ermöglicht. Bei Bedarf sind die Gummihalterungen auch separat als Zubehör erhältlich.

Zur Hardware selbst gibt es noch zu sagen, dass der Tracker über ein kleines LED-Licht verfügt, das auch als Alternative zu einem Leuchthalsband taugen kann. Sowohl das Licht als auch ein Tonsignal lassen sich über die App aktivieren. Beides kann auch dazu dienen, das Tier in einem Notfall besser zu finden.

Ortung per GPS und Mobilfunk

Für die Ortung nutzt Tractive GPS und Mobilfunknetze. Die Position wird dann in der zugehörigen App angezeigt. Die Frequenz der Aktualisierung hängt mit der registrierten Aktivität zusammen. Tractive spricht hier von Abständen zwischen zwei und 60 Minuten. Optional kann man einen Live-Modus aktivieren, in dem der Standort alle zwei bis drei Sekunden erneuert wird. Um Akkuleistung zu sparen, wird die Tracking-Aktivität auch in den in der App definierbaren Ruhezonen reduziert.

Dieses System funktioniert in der Praxis ausgesprochen gut. Bei unseren Tests wurde die Position des Hundes stets korrekt angezeigt und es wurden auch Spaziergänge oder Standortänderungen durch Autofahrten korrekt protokolliert. Mehrfach aufgesuchte Orte lassen sich dabei in Form einer Heatmap erkennen.

Wie lange man die Aufzeichnungen zurückverfolgen kann, hängt von der Art des Abonnements ab. Mit dem Basic-Abo sieht man die letzten 24 Stunden, beim Premium-Abo werden bis zu 365 Tage gespeichert.

Optional kann man Gassirunden auch separat tracken und speichern. Dies geschieht zwar im Hintergrund ohnehin automatisch, man erhält auf diese Weise jedoch eine separate Aufzeichnung davon, die man ähnlich wie einen mit einer Fitness-App protokollierten Lauf teilen kann.

Fitness- und Gesundheitsfunktionen

Damit sind wir dann schon mitten drin in den Zusatzfunktionen von Tractive. Das Gerät fungiert auch als Fitness- und Gesundheitstracker für Haustiere. Das wirkt zunächst ungewöhnlich, bringt aber einen netten Gamification-Aspekt mit sich und kann durchaus dabei unterstützen, das Wohlbefinden des Tieres besser im Blick zu behalten.

Einen Tierarzt ersetzt der Tractive zwar keinesfalls, doch ist zumindest denkbar, dass man durch Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Atmung, Herzfrequenz oder einem ungewöhnlichen Kratzverhalten auf Probleme aufmerksam wird.

Wir haben nachgefragt, wie diese Werte ermittelt werden. Tractive zufolge sind die verbauten Sensoren empfindlich genug, kleinste Bewegungen des Hundekörpers zu erfassen. Daraus werden Werte wie Herz- und Atemfrequenz berechnet. Materialien zwischen Sensor und Körper sollen die Genauigkeit kaum beeinflussen, ein zu locker sitzendes Halsband oder Geschirr könne die Messung jedoch beeinträchtigen. Die Messungen seien mit EKG-Daten verschiedener Hunderassen verglichen worden und hätten dabei weitgehend übereinstimmende Ergebnisse geliefert.

Vier Wochen Laufzeit im Praxistest

Den Hauptnutzen der Tractive-Tracker sehen wir aber immer noch bei der damit verbundenen Sicherheit, den Hund im Zweifel orten und wiederfinden zu können. Der Tractive Dog XL ist bei uns nun seit knapp zwei Monaten im Test und musste nach vier aktiven Wochen, die unter anderem eine kleine Deutschlandtour umfassten, das erste Mal geladen werden. Das ist ein Traum gegenüber dem zuvor genutzten Gerät und macht es uns deutlich leichter, die monatlichen Gebühren zu vergessen.

The post Tractive Dog 6 XL: Wir haben den Hunde-Tracker ausprobiert first appeared on iphone-ticker.de.

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