Auf der diesjährigen WWDC betonte Apple, dass iOS 27 nicht mit einer Flut neuer Funktionen aufwartet, sondern bestehende Features verfeinert. Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der eigenen Nachrichten-App, hierzulande auch als iMessage bekannt. Statt revolutionärer Neuerungen setzt Apple auf Optimierungen, die den Alltag der Nutzer und Nutzerinnen erleichtern sollen. Doch ganz ohne Innovationen bleibt die App nicht: Apple Intelligence bringt inhaltsbezogene Vorschläge direkt in Chats ein.
Eine der auffälligsten Neuerungen ist die Integration von Apple Intelligence in iMessage. Erkennt die App, dass in einem Chat nach Fotos gefragt wird, schlägt sie automatisch vor, die Fotobibliothek zu durchsuchen, und das basierend auf Personen, Orten oder Stichwörtern. Zudem erkennt das System, wann eine Erinnerung oder Notiz sinnvoll wäre, und bietet eine direkte Verknüpfung an, ohne den Thread verlassen zu müssen. Neu sind auch Zeichenwerkzeuge, mit denen man handgezeichnete Skizzen direkt in Unterhaltungen erstellen und teilen kann.
Apple hat darüber hinaus die Ladezeiten von Nachrichten deutlich verbessert. Selbst umfangreiche Chats mit jahrelangem Verlauf und Tausenden Anhängen sollen nun flüssiger geladen und durchscrollt werden können. Auch die Synchronisierung zwischen Geräten wurde optimiert: Nachrichten, Lesestatus, Reaktionen und Anhänge werden zuverlässiger und schneller zwischen iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Vision Pro abgeglichen.
Medienmanagement: Ausgelagerte Inhalte im Blick
Mit iOS 27 wurde auch iMessage mit einigen praktischen Neuerungen versehen.
Wer häufig Fotos und Videos über iMessage teilt, profitiert von zwei wichtigen Verbesserungen: Die Suche zeigt nun auch Medien an, die aus dem lokalen Speicher ausgelagert und in iCloud gespeichert wurden. Zudem erhalten ausgelagerte Dateien Miniaturansichten anstelle generischer Platzhalter, um so ältere Inhalte leichter identifizieren zu können.
Die „Smart Reply“-Funktion wird durch Apple Intelligence noch persönlicher: Die KI generiert Vorschläge, die den individuellen Schreibstil des Nutzers bzw. der Nutzerin widerspiegeln. Dadurch wirken die Antwortvorschläge natürlicher und weniger generisch. Auch Benachrichtigungen wurden optimiert: Mehrere Tapbacks auf eine Nachricht werden nun in einer einzigen Zusammenfassung angezeigt, statt als separate Meldungen.
Apple reduziert Unterbrechungen beim Versand von Nachrichten: Fotos, Videos und Texte werden im Hintergrund weitergesendet und automatisch fortgesetzt, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist. Zudem funktioniert die Suche nach Unterhaltungen nun auch mit Telefonnummern oder Spitznamen, und nicht nur mit Kontaktnamen. Neu aufgenommene Medien erscheinen schneller im Medienauswahlfeld.
Ein kleines, aber nützliches Feature zum Schluss: Fehlgeschlagene Nachrichten werden automatisch erneut gesendet, sobald das Netzwerk wieder verfügbar ist. So muss man sich nicht mehr manuell um den Versand kümmern. Die öffentliche Beta von iOS 27 startet nächsten Monat, die finale Version wird voraussichtlich im Herbst, aller Voraussicht nach im September mit der Vorstellung der neuen iPhone-Generation, erscheinen.
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