Die Bundesnetzagentur hat ihren zehnten Jahresbericht zur Breitbandmessung veröffentlicht. Die Auswertung basiert auf Messungen, die Nutzer mit den offiziellen Anwendungen der Behörde durchgeführt haben.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Frage, wie gut Deutschland insgesamt versorgt ist. Vielmehr wird untersucht, ob Internetanbieter die vertraglich zugesagten Geschwindigkeiten tatsächlich bereitstellen.

Die aktuellen Zahlen zeigen ein weitgehend unverändertes Bild im Festnetz. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von 5G im Mobilfunk weiter zu. Mehr als jede zweite für den Bericht berücksichtigte Mobilfunkmessung wurde inzwischen über das aktuelle Mobilfunknetz durchgeführt.

Festnetz erreicht weitgehend das Vorjahresniveau

Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 wurden 184.452 gültige Festnetzmessungen ausgewertet. Bei 85,9 Prozent der Nutzer lag die tatsächlich erreichte Downloadgeschwindigkeit bei mindestens der Hälfte der vertraglich vereinbarten Maximalrate. Bei 45,9 Prozent wurde die zugesagte Höchstgeschwindigkeit sogar vollständig erreicht oder überschritten.

Damit bewegen sich die Ergebnisse nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Bereits der neunte Jahresbericht hatte vergleichbare Werte ausgewiesen. Damals erreichten 86,5 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vereinbarten Datenrate und 45,2 Prozent die volle Geschwindigkeit oder mehr.

Die Bundesnetzagentur weist erneut darauf hin, dass die Messungen nicht repräsentativ für alle Anschlüsse in Deutschland sind. Nutzer entscheiden selbst, ob sie an den Tests teilnehmen. Die Ergebnisse erlauben daher keine Rückschlüsse auf die allgemeine Breitbandversorgung.

5G setzt sich im Mobilfunk durch

Im Mobilfunk zeigt sich vor allem ein Trend: 5G wird zunehmend zum Standard. Der Anteil der 5G-Messungen stieg von 43,8 Prozent im vorherigen Bericht auf nun 55,3 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bundesnetzagentur erstmals 4G- und 5G-Verbindungen getrennt ausgewertet, um Unterschiede zwischen den Technologien sichtbar zu machen.

Die aktuelle Auswertung bestätigt den Vorsprung von 5G. Vor allem in höheren Tarifklassen werden deutlich bessere Übertragungsraten erzielt als mit 4G. Teilweise lagen die gemessenen Geschwindigkeiten sogar über den vom Anbieter angegebenen Maximalwerten.

Für den Bericht wurden insgesamt 766.838 Mobilfunkmessungen berücksichtigt. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr. Die zunehmende Nutzung der Messwerkzeuge dürfte auch mit dem wachsenden Interesse an der tatsächlichen Netzqualität zusammenhängen. Die Bundesnetzagentur baut ihre Messangebote kontinuierlich aus. Erst im Frühjahr wurden neue Verfahren vorgestellt, mit denen Verbraucher mögliche Minderleistungen im Mobilfunk nachweisen können.

PDF-Download: Breitbandmessung Jahresbericht 2024/25

Der neue Jahresbericht zeigt damit vor allem zwei Entwicklungen: Die Leistungswerte im Festnetz bleiben stabil, während sich 5G im Mobilfunk zunehmend etabliert und in vielen Fällen höhere Datenraten ermöglicht.

Mobilfunk-Check (Kostenlos, App Store) →

The post Breitbandbericht: Volle Tarifgeschwindigkeit bleibt für viele unerreichbar first appeared on iphone-ticker.de.

Blog

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *