Du kannst Instagram Reels heutzutage einfacher denn je gestalten. Instagram selbst bietet zahlreiche Tools und Bereiche zur Unterstützung an, die zusätzlich bei der Inspiration und Performance-Analyse unterstützen. Doch manch ein Creator fragt sich vielleicht: Wo fange ich eigentlich an? Die Antwort liefert Instagram mit einer Publishing Checklist. Auf dieser finden sich zehn konkrete Tipps mit Tool-Hinweisen. Wir zeigen sie dir und liefern weiterführende Informationen für Inhalte, die bei Fans, der Konkurrenz und potentiellen Kooperationspartner:innen im Gedächtnis bleiben.

Instagram-Chef räumt mit Caption-Mythos auf

© ffirst, Meta via Canva

10 Publishing to-dos für Creator auf der Instagram Checklist

Der Creators Broadcast Channel von Instagram und der offizielle Creators Account der Plattform weisen auf die neue Checklist hin. In der Caption dazu heißt es:

Your content creation process is easier than ever. This is our ultimate publishing checklist so you know which tools can help you create your best work[.]

Dabei sind die insgesamt zehn Tipps auf drei Schritte aufgeteilt:

Die Vorbereitung und Bearbeitung mit der Videobearbeitungs-App Edits

Die optimale Veröffentlichung und Distribution auf Instagram

Die Nachbereitung mit Instagram-spezifischen Features

Vorbereitung mit Edits: Von Inspiration bis Templates

Instagrams Videobearbeitungs-App Edits erhält alle paar Wochen neue Funktionen. Neuerdings können Creator die App endlich auch in der Desktop-Version und mit AI Assistant nutzen. Ganz neu ist zudem die Funktion, bis zu drei Reels mit ihren Performance-Werten Seite an Seite zu vergleichen. Und sogar das Restyling von Videos per Prompt wird möglich gemacht.

In der Publishing Checklist führt Instagram für Edits die folgenden Punkte auf:

1. Vorgeschlagene Ideen entdecken. Der Inspiration Tab von Edits erlaubt es dir, Inhalte zu finden, die deinen ähnlich sind und bei anderen Creatorn gut funktioniert haben. Lass dich einfach inspirieren, aber achte darauf, Ideen nicht 1:1 zu kopieren, sondern deine eigene Videosprache beizubehalten.

Neue Features für den Inspiration-Tab bei Edits, © Instagram

2. Speichere deine Idee im Ideas Tab. Neben dem Inspiration Tab gibt es auch den Ideas Tab. In diesem Bereich können Creator sogenannte Sticky Notes oder Stickies einpflegen. Das sind virtuelle und farbliche markierte Klebezettel, die ihre Ideen und Aufgaben auf einer Art Board anzeigen. Diese Stickies können als „erledigt“ dargestellt und nach Status gefiltert werden. Zum Beispiel können einige als „to-do“, einige als „done“ angezeigt werden, während die Filteroptionen ebenfalls das Sortieren nach Farben, letzter Bearbeitung und Kreationsdatum erlauben.

3. Wähle ein Format mit Templates aus. Edits bietet zahlreiche Templates für die Videoerstellung an. Dabei werden beliebte Sounds und Formate als Basis für neue Videos vorgestellt. Aber Creator können auch aus eigenen Videos, die für sie gut funktioniert haben, Templates erstellen, die wiederum Dritte nutzen können.

4. Bearbeite dein Video in der App. Dieser Tipp ist basal, doch Edits bietet inzwischen so viele Bearbeitungsmöglichkeiten für Videos, dass Reels dort schnell mit relevanten Details versehen werden können. Du kannst zum Beispiel mit Masks kreative Übergänge integrieren, mit More Precise Trimming durch langes Drücken bildgenau schneiden, auf hunderte Sound-Effekte bauen oder einzelne Elemente in Captions automatisch hervorheben lassen. Die Möglichkeiten sind facettenreich. Schau einfach in der App, was möglich ist.

Publishing: Meta AI und Trial Reels nutzen

5. Schreibe eine ansprechende Caption und nutze die Meta AI für Ideen. Die Captions der Reels sind nach der Hook für viele eine erste Anlaufstelle, gerade wenn das Interesse am Thema geweckt wurde. Deshalb sind aussagekräftige Texte oder Sätze besonders wichtig, damit das Video als Gesamtbeitrag im Gedächtnis bleibt oder gar geteilt wird. Wer unter Zeitdruck steht oder nicht immerzu auf gute Ideen kommt, kann sich für die Captions auch Hilfe von der Meta AI holen. Die kann basierend auf dem Videoinhalt im Handumdrehen eine Zusammenfassung schreiben, die zu deinem Content passt. Damit der Content aber besonders nahbar bleibt, sollten Creator nicht zu sehr auf KI-Kreationen setzen, sondern immer wieder ihre eigenen unikalen Ideen einfließen lassen.

6. Speichere Videos als Drafts. Seit Herbst 2024 können Creator ihre Reels Drafts sogar als DM an Freund:innen verschicken, um vorab zu sehen, wie gut sie ankommen. Die Speicherung hat viele Vorteile, weil Creator mit Drafts auf vielfältige Weise verfahren können, sei es die Bearbeitung oder die Testausspielung. Vergangenes Jahr räumt Instagram-Chef Adam Mosseri zudem mit dem Mythos auf, dass das Speichern in Drafts die Reichweite beeinflussen würde.

Hearing a rumor that saving a post as a draft before you share it affects distribution – it’s not true.

7. Teste die Videos mit unterschiedlichen Zielgruppen. Mit den Ende 2024 eingeführten Trial Reels haben Creator die Option, ihre Videos zunächst an Non-Follower auszuspielen, um zu testen, was gut ankommt.

So aktivierst du die Test-Reel-Funktion auf Instagram, © Instagram

24 Stunden nachdem dein Test-Reel erstmals an Non-Follower ausgespielt wurde, kannst du die Performance Insights einsehen. Insofern du mit diesen – insbesondere den Likes und Shares relativ zur Reichweite, welche laut Plattform-Chef Mosseri besonders relevant sind – zufrieden bist, kannst du das Kurzvideo anschließend mit deinen Followern teilen, um die Reichweite zu erhöhen. Alternativ ist auch eine automatische Ausspielung des Reels an die Follower nach 72 Stunden möglich, falls das Video viele Views generieren konnte.

8. Plane deine Beiträge ein. Mit dem Planungs-Tool für Beiträge kannst du deine Videos für den für dich idealen Veröffentlichungszeitraum einplanen. Oder für den Zeitraum, der für die Zielgruppen ideal ist. Du findest die Option bei der Reels-Bearbeitung unter „Weitere Optionen“ und kannst Datum und Uhrzeit individuell einstellen. Obwohl es immer wieder Analysen zu den besten Posting-Zeiträumen auf der Plattform gibt, meint Adam Mosseri, dass es keine universelle beste Posting-Zeit gibt. Es komme vielmehr darauf an, die persönlichen Insights zu den Videos zu prüfen, um die Performance-Unterschiede einordnen zu können.

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Die besten Zeiten zum Posten auf Instagram 2025

Die beste Zeit zum Posten auf Instagram im Jahr 2025, © Buffer via Canva

Pin it: Fokussierung und Analyse nicht vergessen

9. Checke deine Performance Insights. Die Performance-Analyse ermöglicht dir, langfristig gute Inhalte mit viel Reichweite und Engagement zu erstellen. Dafür bietet Instagram im Professional Dashboard – wo es auch Inspirations- und Best-Practices-Reiter gibt – zum Beispiel einen Monatsrückblick und Insights zu Aufrufen, Followern, Interaktionen und Zielgruppen. Bei Edits finden Creator indes noch mehr Analysemöglichkeiten, etwa den Insights Tab mit KI-Zusammenfassungen von Kommentaren, Account Insights Export als PDF und dem unmittelbaren Reels-Vergleich. Neuerdings können User auch bis zu drei Reels miteinander vergleichen. Dabei zeigt Edits unter anderem:

Views

Unique Viewers

durchschnittliche Watchtime

neue Follower

Performance im Zeitverlauf

Zu den neuen Informationen über die Community gehören dagegen unter anderem Top-Länder und Standorte der Follower und Aktivitätszeiten der Community. Bei der Analyse sollten die Creator nicht allein auf Reichweite achten, sondern vor allem auf Interaktionen wie Sends und Saves. Laut Adam Mosseri sollten Creator nicht nur analysieren, wie viele Menschen ein Reel gesehen haben, sondern auch, wer mit dem Video genau erreicht wurde. Deshalb gehören die Metriken Connected Reach und Unconnected Reach inzwischen zu den wichtigeren Insights auf Instagram. Während Connected Reach die eigene Community abbildet, zeigt Unconnected Reach die Reichweite außerhalb der bestehenden Followerschaft. Und mit den neuen Metriken Skip Rate und Share Rate lässt sich direkt erkennen, wie die User auf ein Video reagieren.

10. Zeige deine beste Arbeit mit angepinnten Posts. Seit 2022 können Creator Posts und Reels im Profil anpinnen. Dabei können sie Beiträge, die ihnen besonders wichtig sind, die sehr stark performt haben oder die (wieder) eine große Relevanz für die Community haben, prominent hervorheben. Mit dem Stecknadel-Icon kannst du die betreffenden Beiträge anpinnen. Diese Option unterstützt dich dabei, relevanten Beiträgen auch nach der Veröffentlichung – und teilweise lange danach – zu der gebührenden Aufmerksamkeit zu verhelfen. Zum Beispiel dann, wenn du in kurzer Zeit viele neue Follower gewonnen hast, die einen älteren Beitrag noch einmal sehen sollten.

Derzeit ermöglicht Instagram für die nachträgliche Optimierung der schon veröffentlichten Inhalte auch die Neuordnung des Grids, die Creatorn als Zusatz im Publishing-Kontext noch mehr Spielraum für das eigene visuelle Storytelling auf der Plattform gibt.

Mit der Reorder Grid-Funktion kannst du Beiträge im Profil nach Belieben neu sortieren, eigener Screenshot aus der Instagram App

Die gesamte Checkliste findest du auch in den Visuals des Karussell-Posts von Instagrams Creator Account.

Mithilfe von Googles AI Marketing Tool für KMU kannst du jetzt on brand Creatives und Elemente erstellen, die du direkt aus dem Kreationskontext auf Instagram hochladen kannst – ohne Umwege.

Jetzt direkt von Pomelli auf Instagram posten

© Google via Canva

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