Apple bastelt kräftig an der Frage, was passiert, wenn auf dem iPhone oder iPad mal so richtig der Wurm drin ist. Mit iOS 27 und iPadOS 27 spendiert der Konzern seinen mobilen Geräten nämlich einen komplett neuen Rettungsanker: einen eigenständigen Wiederherstellungsmodus, der unabhängig vom eigentlichen Betriebssystem hochfährt. Wer schon mal einen Mac mit Apple-Silicon-Chip in die Knie gezwungen hat, dürfte das Prinzip sofort wiedererkennen.

So wird die Notfall-Oberfläche aktiviert

Der Clou an der Sache: Bislang musste man bei hartnäckigen Problemen meist den Umweg über einen Computer gehen, um sein Gerät zu retten. Künftig reicht dafür ein simpler Handgriff direkt am Gerät selbst. Dazu schaltet man das iPhone oder iPad zunächst komplett aus und hält danach die Seitentaste fest gedrückt. Zu Beginn sieht alles nach einem gewöhnlichen Neustart aus, wenn das vertraute Apple-Logo aufblinkt. Hält man den Finger jedoch beharrlich auf der Taste, taucht stattdessen ein Ladebalken auf, und das Gerät schwenkt um: Anstatt brav in iOS oder iPadOS zu booten, landet man direkt in der neuen Rettungsumgebung. Wer mit Mac-Hardware vertraut ist, kennt diesen Trick bereits vom Auslösen des Wiederherstellungsmodus per Power-Knopf.

Fünf Optionen, ein Ziel: das Gerät wieder flottmachen

Sobald man in der neuen Oberfläche gelandet ist, stehen gleich fünf verschiedene Wege offen, das Gerät wieder einsatzbereit zu machen. Zur Auswahl stehen ein automatisierter Wiederherstellungsassistent, eine klassische Softwareaktualisierung, ein Diagnosemodus zur Fehlersuche, die radikale Option „Alle Inhalte und Einstellungen löschen“ sowie ein klassischer Wiederherstellungsmodus. Praktisch dabei: Der aktuelle Akkustand wird zusätzlich prozentual in einer Bildschirmecke eingeblendet, und das Gerät verbindet sich, sofern möglich, automatisch mit einem bereits bekannten WLAN-Netz. Wer sich dennoch lieber für einen ganz gewöhnlichen Neustart entscheidet, kann das über eine eigene Ein-/Aus-Schaltfläche in der Werkzeugleiste jederzeit tun.

Reparaturen ganz ohne Mac oder PC

Besonders spannend ist dabei der sogenannte Wiederherstellungsassistent, der einige typische Notfall-Korrekturen offenbar vollkommen selbstständig durchführen soll, ohne dass Nutzer dafür groß eingreifen müssen. Dadurch fallen etliche Reparaturschritte weg, für die früher zwingend ein angeschlossener Computer nötig war.

Wann das Ganze überhaupt zum Einsatz kommt

Die gute Nachricht vorweg: Im Alltag dürfte kaum jemand diesen neuen Modus jemals zu Gesicht bekommen. Relevant wird er eher in Ausnahmesituationen, etwa wenn mitten in einer Softwareaktualisierung plötzlich der Akku leerläuft und die Installation dadurch ins Stocken gerät. Auch bei früheren Beta-Versionen von iOS kam es gelegentlich vor, dass Geräte in einer Boot-Schleife hängen blieben oder sich schlicht aufhängten. Gerade für solche Fälle könnte die Funktion „Software-Update“ innerhalb des neuen Rettungsmodus künftig Gold wert sein: Statt umständlich den DFU-Modus zu bemühen und über einen Mac oder PC wiederherzustellen, ließe sich die letzte stabile Systemversion direkt am Gerät neu aufspielen.

Wann es so weit ist

Aktuell befinden sich iOS 27 und iPadOS 27 noch mitten in der Beta-Phase für Entwicklerinnen und Entwickler. Eine öffentliche Testversion soll bereits im kommenden Monat folgen, bevor die finale Version dann im Herbst für alle ausgerollt wird.

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