Nicht nur Apple streitet vor Gericht mit Epic Games. Auch Google ist in entsprechende Verfahren involviert. Gerichte entschieden, dass Google ebenfalls seine Regelungen ändern und den Play Store weiter öffnen muss. So sollen auch Google-Nutzer Drittanbieter-Zahlungsmöglichkeiten nutzen können, die Entwickler in ihren Apps anbieten. Doch auch Google will seine Gebühren nicht gänzlich streichen. Das Unternehmen ändert einfach sein Gebührenmodell.

Bislang verlangte Google 30 Prozent Gebühren für Verkaufsabschlüsse über den Play Store. Nun soll dieses Modell umgebaut und die Nutzung vom Play Store von der Zahlungsabwicklung getrennt werden. Das berichtet The Verge. Alle, die dann Käufe über den Play Store tätigen, zahlen zusätzlich zu der regulären Gebühr noch eine Billing-Gebühr. Die reguläre Gebühr soll dann für größere Apps bei 20 Prozent für In-App-Käufe und bei 10 Prozent für Abo-Abschlüsse liegen. Die Billing-Gebühr soll fünf Prozent betragen. Für kleinere Apps sollen niedrigere Preise gelten, heißt es.

In der EU gibt es schon länger alternative Zahlungsmöglichkeiten im Play Store

In der EU ist im Play Store allerdings bereits seit geraumer Zeit die Nutzung von Drittanbieter-Zahlungsmöglichkeiten erlaubt. Grund dafür ist der Digital Markts Act. Ändern tun sich hier also vor allem die Höhe der Gebühren und deren Berechnung. Entwickler müssen die Nutzung von Drittanbieter-Zahlungsmethoden bei Google melden und Google rechnet dann ab. Die neuen Regeln treten zum 30. Juni in Kraft.

Da das Vorgehen nicht unbedingt Entwickler-freundlich ist, stößt Googles Vorgehen ebenso auf Kritik wie Apples Umgang mit dem DMA. Beide Unternehmen versuchen weiterhin, ihre Gebühren beizubehalten und die Anforderung, wenn möglich, zu umschiffen. Weitere Rechtsstreitigkeiten sind hier vorprogrammiert.

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